Business Cup 2005

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Wegpunkte
Experimentell!

Tag 5 - 26.10.2005

Der Morgen begann mit einem großen Schreck: In der Sonderausgabe der Presse zum Businesscup war unsere Platzierung der ersten Wettfahrt mit 17 angegeben. Wo war unser 11. Platz geblieben? Nach dem Frühstück ergab sich zunächst keine Möglichkeit, den Unterschied aufzuklären, da ein Vortrag über ORC (Bewertungsschema für Wettfahrten unterschiedlicher Offshoreyachten) stattfand. Danach konnten wir im Wettfahrtbüro allerdings eruieren, was geschehen war: Bei der Änderung der Vermessungsberwertung eines anderen Seglers war versehentlich unsere Startnummer auf dem Vermessungsbrief eines anderen gelandet - die nachfolgende Änderung der Korrekturfaktoren führte zur deutlich veränderten Platzierung. Die Korrektur auf unsere alten Werte katapultierte uns zwar dennoch nur auf den 12. Platz für die erste Wettfahrt (davor hatte es auch noch Änderungen gegeben), unsere Bewertung für die zweite Wettfahrt verbesserte sich aber auf den 29. - in der Gesamtwertung bedeutete dies bis dahin Platz 20!

Wegen anhaltend schwachen Windes wurde der Start "bis auf weiteres" verschoben - und so bestand der Vormittag im Wesentlichen aus einem: dem Warten auf ein Signal der Wettfahrtleitung. Und dieses kam dann auch um kurz nach 11 Uhr. Alle Teilnehmer liefen aus und sammelten sich um das Startschiff - und dümpelten ohne Wind vor sich hin. Nach und nach frischte es allerdings auf und immer mehr Leute setzten die Segel. Dies, vornehmlich aber wohl die Windgeschwindigkeit von über sechs Knoten, veranlaßte die Wettfahrtleitung schließlich, einen Start anzukündigen. Unsere Rettung! Denn bei drei gesegelten Wettfahrten wird das schlechteste Ergebnis gestrichen.

Obwohl wir beim Start eher vorsichtig agierten und eher schlecht wegkamen, holten wir auf der Kreuz und beim Vorwindkurs kräftig auf und unser Gefühl sagte uns, daß der heutige Tag wohl recht gut gelaufen war. Das morgendliche Abpumpen (nach dem tagelangen Quängeln der Crew) unseres Frischwassers hat möglicher Weise wirklich etwas gebracht!

Nach der Wettfahrt gönnten wir uns noch etwas Sonne und Wasser. Wir ließen uns nach zwei Mann-über-Bord-Manövern (nicht: Boje über Bord! Es sprang wirklich jemand ins Wasser, mit Schwimmweste!) noch etwas Zeit und genossen ein Bad in der zwar nicht mehr extrem warmen, aber immernoch gut zum Schwimmen geeigneten Adria. Anschließend liefen wir bei kaum Wind ohne Motor und Segel(!) bei einem halben Knoten Fahrt zurück in unsere Bucht, erst kurz vor der Marina starteten wir die Maschine, um uns nicht durch den Lärm unseren Snack vermiesen zu lassen.

Nach dem Einlaufen duschten wir, dann ging ein Teil der Crew noch auf einen Cappucino in den Ort, der andere ruhte sich an Bord aus. Anschließend ging es zur mit Spannung erwarteten Siegerehrung.

Als wir zu unserer Wettkampfklasse (Fahrtenyachten mit Spi) kamen stieg die Spannung ins Unermeßliche. Wir kannten den heutigen Platz nicht. Die vorigen Wertungen kannten wir nur in Zusammenhang mit den (sechs) Racern und Cruiser Racern. Die Ansage kam zu Platz 15 - wir wurden nicht genannt. 14... 13... 12... Noch immer nichts von uns! 11... Und dann bei der Nummer 10, da wurden wir dann erst genannt!

Platz 10 von 35 in unserer Wertungsklasse!!!!

Natürlich sind wir mit viel Elan und viel Motivation an die Sache rangegangen - aber daß wir so gut abschneiden würden hatten wir wohl alle nicht gedacht! Entspannt und glücklich genossen wir den Abend. Ein wenig Spannung blieb noch für den kommenden Tag, denn natürlich wollten wir auch noch unsere heutige Platzierung und die Platzierung in unserer Gruppe (FY1+Spi) noch erfahren.

ob

Vor dem Start Action im Cocpit Micha D. steht neben uns

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Oliver Brandmüller
Last modified: Mon Nov 7 21:15:54 CET 2005