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Der Morgen begann mit einem großen Schreck: In der
Sonderausgabe der Presse zum Businesscup war unsere
Platzierung der ersten Wettfahrt mit 17 angegeben.
Wo war unser 11. Platz geblieben? Nach dem Frühstück
ergab sich zunächst keine Möglichkeit, den Unterschied
aufzuklären, da ein Vortrag über ORC (Bewertungsschema
für Wettfahrten unterschiedlicher Offshoreyachten)
stattfand. Danach konnten wir im Wettfahrtbüro allerdings
eruieren, was geschehen war: Bei der Änderung der
Vermessungsberwertung eines anderen Seglers war versehentlich
unsere Startnummer auf dem Vermessungsbrief eines anderen
gelandet - die nachfolgende Änderung der Korrekturfaktoren
führte zur deutlich veränderten Platzierung. Die Korrektur
auf unsere alten Werte katapultierte uns zwar dennoch nur
auf den 12. Platz für die erste Wettfahrt (davor hatte es
auch noch Änderungen gegeben), unsere Bewertung für die
zweite Wettfahrt verbesserte sich aber auf den 29. - in der
Gesamtwertung bedeutete dies bis dahin Platz 20!
Wegen anhaltend schwachen Windes wurde der Start "bis
auf weiteres" verschoben - und so bestand der Vormittag
im Wesentlichen aus einem: dem Warten auf ein Signal
der Wettfahrtleitung. Und dieses kam dann auch um kurz
nach 11 Uhr. Alle Teilnehmer liefen aus und sammelten
sich um das Startschiff - und dümpelten ohne Wind vor
sich hin. Nach und nach frischte es allerdings auf und
immer mehr Leute setzten die Segel. Dies, vornehmlich
aber wohl die Windgeschwindigkeit von über sechs Knoten,
veranlaßte die Wettfahrtleitung schließlich, einen Start
anzukündigen. Unsere Rettung! Denn bei drei gesegelten
Wettfahrten wird das schlechteste Ergebnis gestrichen.
Obwohl wir beim Start eher vorsichtig agierten und eher
schlecht wegkamen, holten wir auf der
Kreuz und beim Vorwindkurs kräftig auf und unser Gefühl
sagte uns, daß der heutige Tag wohl recht gut gelaufen
war. Das morgendliche Abpumpen (nach dem tagelangen Quängeln
der Crew) unseres Frischwassers hat möglicher Weise wirklich
etwas gebracht!
Nach der Wettfahrt gönnten wir uns noch etwas Sonne und
Wasser. Wir ließen uns nach zwei Mann-über-Bord-Manövern
(nicht: Boje über Bord! Es sprang wirklich jemand ins
Wasser, mit Schwimmweste!) noch etwas Zeit und genossen
ein Bad in der zwar nicht mehr extrem warmen, aber immernoch
gut zum Schwimmen geeigneten Adria. Anschließend liefen wir
bei kaum Wind ohne Motor und Segel(!) bei einem halben Knoten
Fahrt zurück in unsere Bucht, erst kurz vor der Marina
starteten wir die Maschine, um uns nicht durch den Lärm
unseren Snack vermiesen zu lassen.
Nach dem Einlaufen duschten wir, dann ging ein Teil der Crew
noch auf einen Cappucino in den Ort, der andere ruhte sich
an Bord aus. Anschließend ging es zur mit Spannung erwarteten
Siegerehrung.
Als wir zu unserer Wettkampfklasse (Fahrtenyachten mit Spi)
kamen stieg die Spannung ins Unermeßliche. Wir kannten den
heutigen Platz nicht. Die vorigen Wertungen kannten wir
nur in Zusammenhang mit den (sechs) Racern und Cruiser Racern.
Die Ansage kam zu Platz 15 - wir wurden nicht genannt. 14...
13... 12... Noch immer nichts von uns! 11... Und dann bei der
Nummer 10, da wurden wir dann erst genannt!
Platz 10 von 35 in unserer Wertungsklasse!!!!
Natürlich sind wir mit viel Elan und viel Motivation an
die Sache rangegangen - aber daß wir so gut abschneiden
würden hatten wir wohl alle nicht gedacht! Entspannt und
glücklich genossen wir den Abend. Ein wenig Spannung
blieb noch für den kommenden Tag, denn natürlich wollten
wir auch noch unsere heutige Platzierung und die
Platzierung in unserer Gruppe (FY1+Spi) noch erfahren.
ob
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