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Tag 4 - 09.08.2005
Unser Hafentag in Tallinn begann wiederum nicht allzu spät, denn ursprünglich planten wir, noch am Nachmittag wieder auszulaufen, um in Richtung Westen noch den nächsten oder übernächsten Hafen der estnischen Küste erreichen zu können als Vorbereitung für das Übersetzen nach Riga. Einige nahmen ein kleines Frühstück zu sich, andere begnügten sich damit, einfach nur zu duschen. Die Busfahrt begann zunächst mit einer Überraschung. Die Menge an Personen (sieben) und der Wunsch direkt bei ihm Fahrkarten zu erstehen überforderten den Busfahrer angesichts der Möglichkeit, sich nur in englisch verständlich machen zu können, so sehr, daß er uns verzweifelt anschaute und uns dann mit einem grinsenden "Go!" ein Zeichen gab, daß wir einfach einsteigen sollten, ohne zu zahlen. Die estnische Gastfreundschaft und Spontanität waren hier bewundernswert (man stelle sich die gleiche Situation einmal in Deutschland vor!). Im Bus eruierten wir aus den angebrachten Schildern, daß wir Fahrkahrten im Kiosk oder bei der Post kaufen müßten. Ein guter Hinweis für den Rückweg! In zwei Gruppen erkundeten wir die Altstadt von Tallinn. Ohne einen Vergleich zu haben ist deutlich zu erkennen, daß hier mit viel Aufwand und Liebe zum Detail restauriert und renoviert wurde und immernoch wird. Die kleinen, mittelalterlichen Gassen sind voller Geschäfte und Cafés, moderne Bauten sind bestens integriert. Große Teile der alten Stadtmauer und viele Kirchen erinnern an die wechselvolle Geschichte der Region und auch der Stadt Tallinn, in der sich Spuren vieler anderer Nationen wiederfinden.
Nachmittags frischte der Wind erheblich auf. Wir kauften alle nötigen Materialien, um die Segel zu flicken und den Radarreflektor zusammenzuhalten, um damit die Seetauglichkeit der Diana zumindest in den wichtigsten Punkten zu verbessern. Aufgrund des starken Windes und aufkommenden Regens entschieden wir uns für Schlafen, Flicken und Essen. Andy, Rico und Olli machten nach dem Essen noch einen Abstecher in die Sauna, während sich die anderen schonmal dem Gin Tonic widmeten, den die Bordbar so hergab. Auch wenn wir aufgrund der zu erwartenden Wetterlage Riga mehr oder weniger abgeschrieben haben, so machten wir uns früh auf ins Bett, damit wir am kommenden Tag einen längeren Schlag nach Westen ins Auge fassen können. ob
vjd |
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