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Tag 7 - 12.08.2005
Unser zweiter richtiger Segeltag begann sehr früh am Morgen. Um kurz sechs Uhr weckte uns Astrid und wir liefen nur wenig später aus. Der Wind erlaubte uns zunächst ohne zu kreuzen aus der Tallin Laht (Bucht von Tallinn) in Richtung in Richtung Westen auszulaufen. Am nordöstlichen Ausgang sahen wir Militär- oder Küstenwachschiffe um die Absturzstelle des Hubschraubers herum liegen. Das Wetter lies um diese Uhrzeit noch deutlich zu wünschen übrig, es war kalt und immer mal wieder zog ein Regenschauer so knapp an uns vorbei, daß wir die Ausläufer in Form von Wind und Regen zu spüren bekamen. Auch der Wellengang nahm vor der Küste bei Südwestlage etwas zu und wir mußten anfangen zu kreuzen. Gegen Nachmittag endlich klarte es auf und Wind und Welle gingen auf ein sehr angenehmes Maß zurück, während die Sonne herauskam und uns ein regelrechtes Sommerfeeling verschaffte. Einige schafften es so sogar während des Segelns zu schlafen, sei es in den Kojen oder aber oben an Deck.
Als wir die Ansteuerung Dirhami erreicht hatten starteten wir den Motor - und irgendwas kam uns seltsam vor. Nach kurzer Zeit merkten wir: Es kam kein Kühlwasser. Wir stellten den Motor ab und Andrew und Oliver verschwanden unter Deck und öffneten die Motorklappe. Ein offensichtlicher Grund war nicht vorhanden, allerdings war der Seewasserfilter leer, so daß die Impellerpumpe Luft zog. Wir füllte mit einem Becher den Filter auf, dann starteten wir nochmals den Motor und voilá - es floß wieder Kühlwasser! Das Hafenhandbuch (vom letzen Jahr! sprach von verfallenen Molen, gesunkenen Fischerbooten und keinerlei Versorgungsmöglichkeiten im Hafen. Umso überraschter waren wir, als wir einen modernen Yachtanleger vorfanden, mit Wasser und Strom und von einem freundlichen, kauzigen Esten begrüßt wurden mit: "Wellkamm tuuu Dirhami!" Es handelte sich um den Hafenmeister, der uns sofort erklärte, wo wir Duschen, Wasser, Stromanschluß und den frei verfügbaren Internetzugang (auch als WLAN im Hafen) vorfänden.
Nach einem kleinen Spaziergang durch die Natur feierten wir noch Olivers Geburtstag - mit Kuchen und Geschenken! Vom schönen Segeltag waren schließlich alle so fertig, daß wir bald ins Bett verschwanden, schließlich sollte der kommende Tag abermals früh um sechs beginnen. ob
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