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Tag 9 - 14.08.2005Heute ist wieder ein Landgangtag angesagt gewesen. Nach Kuressaare auf Saaremaa wollte der Grossteil der Crew fahren, um sich dort ein wenig umzusehen. Olli bestand darauf, dass er ausschlafen wolle und sich ein bisschen vom frühen aufstehen regenerieren müsse. Weil auch der Rest ziemlich geschafft war vom ständigen 'nächtlichen' Aufstehen, gab es keinen allgemeinen Weckruf, sondern es wurde nach belieben und Duschvorhaben aufgestanden. Das Frühstück war somit auch eher recht kurz, schliesslich wollten wir uns um halb zehn aufmachen ins Abenteuer ohne ein Wort estnisch zu können, mit der Fähre und dem Bus nach Kuressaare zu fahren.
Die Tatsache, dass wir den Busfahrer überreden wollten uns die Tickets für die Fahrt zu verkaufen, stiess bei diesem auf keine Gegenliebe. Unmächtig des englischen weigerte er sich einfach, was uns kein Stück weiter brachte. Schliesslich gingen Rico und Verena zum Fährterminal, kauften die Tickets für die Fähre, um dann mit Hilfe einer netten Dame aus dem Busfahrer herauszubekommen, dass er uns auf der anderen Seite mitnehmen würde und uns dann die Tickets verkaufen würde. Endlich in Kuressaare angekommen, versuchen wir noch herauszufinden, wann der späteste Bus zurück fahren würde, und machten uns dann auf den Weg in die Stadt. An niedlichen kleinen Häuschen vorbei, war unser erstes Ziel die Touristeninformation, wo Armin einen Stadtplan organisierte und Verena und Rico mit leichtem Befremden Deutsche Touristen wahrnahmen. Die Hauptstrasse führte auf direktem Weg zu einem kleinen Park, in dessen Mitte eine Burg liegt. Nach kurzer Diskussion wurde beschlossen, dass diese Burg eindeutig auf dem heutigen Tagesplan liegt und die Besichtigung begonnen. Leider war wenig Burgleben selber zu sehen, die Burg ist in verschiedene Museen unterteilt. Doch diese sind durchaus interessant gewesen, auch der teilweise plötzliche Übergang - man geht eine Treppe hinunter und steht vor einem Elch - machte das ganze mehr zu einer Entdeckungstour. Nachdem wir im Wachturm Kaffee und Cola zu uns genommen hatten und Astrid zu einer Sprite genötigt hatten, wollten wir noch einen hübschen entspannten Spaziergang über die Wallanlagen tätigen.
Eigentlich hatten wir die Wallanlagen und die Burg schon verlassen, als Astrid auffiel, dass die Kappe ihrer Kamera verschwunden war. Doch leider brachte eine intensive Suche bis hin zurück zu dem Punkt, wo sie die Verschlussklappe zum letzten Mal auf die Kamera getan hatte, diese nicht zurück. Ein Blick auf die Uhr machte die Prioritäten klar. Ein gemütlicher Rückweg Richtung Busterminal und ein kurzer Besuch eines Supermarktes (in Estland haben die auch am Wochenende regulär geöffnet) standen an. Brot, Magarine und Zucchini mussten gekauft werden, letzte hatten die Überfahrt von Dirhami nicht überstanden. Am Busterminal angekommen, stand der Bus zur unserem Hafen schon bereit und es konnte direkt los gehen. Kurz vor dem Fährhafen, staute sich der Verkehr und der Busfahrer fing an, in einem Affentempo auf der Gegenspur Richtung Terminal zu heizen. Wir waren das letzte große Fahrzeug auf der rappelvollen Fähre. Astrid, Andi, Rico und Verena beschlossen, lieber mit dem Bus von der Fähre zu fahren, als irgendwie anders versuchen von Bord zu kommen, da sie durch den Aufbau derselben etwas verwirrt waren. Armin und Birgit hatten sich jedoch direkt so an das Tor der Fähre gestellt, so dass sie einfach gemütlich von Bord spazieren konnten. Der erste Versuch zu kochen, wurde dadurch behindert, dass die Gasflasche endlich leer war. Also versuchten Olli, Rico und Verena die neue Flasche anzuschliessen. Doch erstmal musste die alte abgestöpselt werden. Drehen half nichts, bis Verena zufällig den unteren Ring anhob und ihr der Verschluss entgegen fiel. Doch der Anschluss der neuen Flasche stellte alle drei vor Schwierigkeiten. Doch wozu hat man denn einen Chemiker an Bord. Andi warf einen Blick auf die Flasche und nach zwei Handgriffen war die neue Flasche angeschlossen. Eine kurze Verzögerung bis zum Essen ergab sich aus der Tatsache, daß Verena zunächst mit diesem Bericht beschäftigt war, bevor sie das Kochen fortsetzen konnte. vjd
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