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Tag 11 - 16.08.2005
Unsere Überfahrt nach Finnland begann morgens um kurz vor sechs Uhr. Rund 50 Minuten nach dem Aufstehen war die Diana seeklar und die erste Wache bestehend aus Rico, Verena, Oliver und Astrid als wachendem Auge legte in Haapsalu ab. Wir konnten bald schon die Segel setzen und ausnutzen, daß der Wind wie vorhergesagt auf südwestliche Richtungen gedreht hatte. Schon in der Abdeckung hatte der Wind eine nicht zu verachtende Stärke und wir segelten mit zweitem Reff und nur teils ausgerollter Fock einen Schnitt von etwa sechseinhalb Knoten heraus (für dieses Boot ein beachtlicher Schnitt!) - durch Untiefengebiete und Tonnenstriche hindurch.
Die erste Wache segelte die Diana in den finnischen Meerbusen, wo uns die bereits gut aufgebaute Welle schräg von hinten auf einem Raumschotskurs zwar schöne Surfs, dem schlafenden Teil der Crew allerdings nicht unbedingt eine angenehme Ruhe schenkte.
Schon beim Wachwechsel mahnten Armin alle zum Anziehen einer wetterfesten Jacke - bei dem Wellengang könne es schnell mal naß werden. Irgendwo zwischen Estland und Finnland passierte es dann auch: Neben dem Boot brach eine der sicherlich zwei Meter hohen Wellen und klatsche gegen die Bordwand, wobei die Gischt über das Cockpit rauschte. Das nicht komplett geschlossene Schiebeluk sorgte für eine kleine Dusche im Salon. Den Rest der Wassers fanden wir in Armins Oberbekleidung wieder. Nach weiteren vier Stunden war abermals Wachwechsel angesagt und Finnland war bereits in Sicht. Wir liefen zuerst die Grenzstation für die Einreiseformalitäten an, dann segelten wir den kurzen Weg zum Hafen von Hankö hinüber. Dort fanden wir einen Liegeplatz am Steg mit Heckboje. Wegen des starken seitlichen Windes war das Anlegemanöver durchaus ein sportlicher Akt. Während sich ein Teil der Crew nach erfolgtem Anlegen im Salon ausruhte, genossen Andrew, Olli und Armin die Sauna und die Duschen. Danach gingen einige auf Stadtrundgang und Einkaufstour, schließlich waren wir ja wieder in Euroland. ob
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