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Tag 12 - 17.08.2005
Am Morgen stellten wir fest, daß sich zwar die Vorhersage der verschiedenen Wetterdienste über die Windrichtung - West - bewahrheitet hatte, die vorhergesagten drei bis vier Windstärken allerdings um einiges überschritten wurden. Wir genossen unser Frühstück und begannen danach die Vorbereitungen, um abzulegen. Um ca. 11:30 Uhr waren wir dann soweit. Wegen immernoch anhaltenden Seitenwindes verholten wir den Bug der Diana weiter in Richtung des Windes, was einige Leinenarbeit bedeutete, uns aber vor allem die Aufmerksamkeit unserer Nachbarn sicherte. Anschließend ließen wir uns mit vereinten Motor- und Muskelkräften im richtigen Winkel auf die Heckboje zurückfallen, hakten den Bojenhaken aus und konnten nach einer kleinen Rückwärtsdrehung den Hafen von Hankö in Richtung Süden verlassen. Schon ohne Segel liefen wir vor dem Wind im Leerlauf mit freundlichen vier Knoten in Richtung Osten. Der besseren Manövrierbarkeit zuliebe entschieden wir uns allerdings, die Fock zumindest zu einem Teil zu setzen, was unsere Geschwindigkeit prompt auf sechs bis sieben Knoten steigerte. Das fröhliche Tonnen- und Richtbaken-Suchen hatte begonnen. Doch schon bald stelten wir die erste Differenz zwischen Karten und Realität fest. Wir rollten die Fock nocheinmal weg und hielten uns mit dem Motor auf Position, bis wir eindeutig klären konnten, daß offenbar eine verzeichnete Richtbake nicht mehr vorhanden war. danach setzen wir die Fock wieder und segelten weiter. Nach einer wunderschönen Fahrt durch die Schären, trotz des Windes quasi ohne Wellengang, bei der die Sonnen nur durch einen sehr kurzen und schwachen Regenschauer getrübt wurde, liefen wir den Hafen Rösund an, der laut Hafenhandbuch in der nähe einer interessanten mittelalterlichen Burgruine lag, sonst allerdings keinerlei Annehmlichkeiten wie Duschen, Toiletten oder Landstrom bot.
Nach einem nicht ganz einfachen Anlegemanöver bei starkem Wind und unbekannter Tiefe an einem Fähranleger (natürlich nutzten wir die nicht von der abwesenden Fähre okkupierte Seite), machten wir uns auf, die Gegend zu erkunden. In der Umgebung war nichts von besagter Burgruine zu sehen, die am Wasser liegen sollte, für Boote mit geringem Tiefgang sogar am eigenen Steg anzulaufen. Rico und Verena hielten Bordwache, der Rest der Crew wanderte die einzige Straße, die vom Anleger wegführte ein gutes Stück hinauf. Nachdem immer mehr Wald und Mücken und immer weniger Nähe zum Wasser uns zweifeln ließen, ob dies der richtige Weg sein könne, kehrten wir um. Armin und Astrid verständigten sich unter Zuhilfenahme aller Möglichkeiten averbaler Kommunikation mit freundlichen Anwohnern - nur um heruaszufinden, daß besagte Ruine in der Nähe etwa 10 Kilometer entfernt zu finden sei. Keine Strecke, die wir zu Fuß gehen wollten. Und auf den Bus morgen früh um neun Uhr wollten wir dann auch erstmal nicht warten. So verzichteten wir auf diese touristische Attraktion. Wir entschädigten uns an Bord mit etwas Gin Tonic bzw. Sherry, bevor sich Verena unter Rekrutierung von Küchenhelfern (Andrew, später Rico) daran machte, das heutige Essen zu bereiten: Labskaus in anderer Variation. Nach dem Essen saßen wir zur Törnplanung und beim Anschauen der bisher gemachten Fotos noch etwas zusammen. Müde durch den sonnigen Tag gingen aber bald alle in die Kojen. ob Rezept des Tages: Wie am 11.08.2005, nur mit einer zusätzlichen Dose Mais |