Finnischer Meerbusen 2005

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Tag 13 - 18.08.2005

Crew im Cockpit

Der Morgen lehrte uns vor allem eines: Finnische Nächte können verdammt kalt werden. Einen Eiskratzer benötigten wir zwar nicht, aber der Atem hat schon gedampft, wenn man morgens ausgeatmet hat.

Trotz der kalten Nacht war der Morgen sonnig und warm und wir konnten etwas tun, wozu wir bisher nicht gekommen waren: Wir frühstückten draußen, im Cockpit. Anschließend machten wir klar Schiff und fuhren durch die Innenschären in Richtung unseres Zielhafens Dragesviken. Die Segel bescherten uns zunächst nur bescheidene zwei bis drei Knoten Fahrt, je weiter wir jedoch in Richtung der Außenschären kamen, desto mehr frischte der Wind auf.

In den langgezogenen offeneren Fahrwassern ohne viele Manöver hatten wir halben Wind, teilweise einen Raumschotskurs beim heutigen westlichen bis nordwestlichen Wind, der um die Schären natürlich immer etwas dreht. Wir brachten die Diana auf angenehme 8,1 Knoten Maximum Speed - ganz ohne Surfs auf den Wellen.

Schärenlandschaft

Der Hafen Dragesviken liegt ruhig und bietet alle Annehmelichkeiten, wie Dusche, Klo und Sauna. Und auch der Landstromanschluß, um unseren Kühlschrank mal wieder zu betreiben, war vorhanden. Wir reservierten für die Zeit von 20 bis 21 Uhr erstmal die Sauna für uns und machten es uns bis dahin gemütlich.

Vor der Sauna wurden wir von einem redseligen Finnen begrüßt, der sofort bemerkt hatte, daß wir aus Deutschland kommen. Er erklärte wortreich, aber nicht immer verständlich, daß die Finnen den Deutschen ja heute noch dankbar seien, wegen der Befreiung von den Russen. Daß er mit dem Lob des Feldzuges gegen Rußland einem Deutschen nicht unbedingt die Seele streichelt, war ihm sicherlich nicht unbedingt bewußt, ebensowenig daß es sich um Olivers Duschgel handelte, mit dem er versuchte seine (nächste) Flasche Bier zu öffnen. Der Kronkorken gewann den Kampf gegen das weiche Plastik der Duschgelflasche mit überragendem Erfolg - das Duschgel lief durch ein paar kleine Löcher (Zitat Verena: "Sah aus, als hätten da Mäuse dran geknabbert!") aus. Den nächsten Versuch, dessen Erfolg wir nicht mehr überprüfen konnten, da wir unter die Dusche gingen, startete er mit der Sohle seines Schuhs.

Mit Gin Tonic, Bier und einem guten Essen fand der Tag einen würdigen Abschluß.

ob


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Oliver Brandmüller
Last modified: Sat Sep 3 14:00:43 CEST 2005