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Tag 14 - 19.08.2005
Ganz so kühl wie der letzte Morgen war dieser Morgen nicht, dafür aber neblig. Wir entschlossen uns angesichts der trotzdem durchdringenden Sonnenstrahlen, wiederum im Cockpit zu frühstücken, wo es wärmer als unter Deck war. Als ein paar Boote weiter zwei Leute schwimmen gingen, war bei Verena der Ehrgeiz geweckt. Auch ein von Herzen kommendes "Oh FUCK!" des anderen Seglers konnte ihren Entschluß nicht mehr umkehren, sie mußte einfach ins Wasser steigen. Und so zog sie sich um, klappte die Badeleiter aus und sprang, nein, kletterte vorsichtig in die kalten Fluten. Birgit und Astrid putzten nach dem Frühstück noch das Deck, dann entschieden wir uns, gleich hier an der örtlichen Tankstelle Diesel nachzubunkern, da unser nächster Hafen in Helsinki vermutlich keine Möglichkeit dazu bot. Leider war das Tanken etwas teurer als zunächst ausgerechnet: "Ich hasse Papiergeld!" rief Rico und versuchte verzweifelt einen davontreibenden 5-Euro-Schein aus dem Wasser zu fischen. Trotz des Einsatzes von Armin und Astrid und der Zuhilfenahme eines Paddels gelang es uns nicht. Nach dem Ablegemanöver durchwuerten wir ein paar Nebelbänke, konnten unsere Tonnen aber dennoch immer finden. Der Vormittag wurde sonnig, mit vielleicht zwei Beaufort konnten wir bei südlichen Winden recht ruhig durch die fast spiegelglatte See gleiten. Schnell waren wir dabei natürlich nicht unbedingt.
Gegen Mittag frischte der Wind etwas auf, maximal drei Beaufort von achtern ließen uns aber kaum über fünf bis sechs Knoten auf der Logge sehen, auf dem GPS sogar noch weniger. Rico erledigte die Ansteuerung von Helsinki souverän am Steuer, erst als mitten im dichten Verkehr Segel bergen angesagt war bzw. beim Anlegemanöver mit Seitenwind im überfüllten Hafen wurde ihm das ganze etwas unheimlich - nachvollziehbar, stand er doch erst wenige male am Steuer der Diana. Helsinki war mit Gästen der Boatshow und wegen eines anstehenden Feuerwerks gandelos überlaufen. Uns hielt das dennoch nicht ab, uns nach dem Packen aller Dinge noch ein kleines chinesisches Restaurant zu suchen, in dem wir unser Abschlußmahl genossen. Auf dem Rückweg versuchten einige noch einen Blick auf das Feuerwerk zu werfen, andere wählten einen Weg, der nicht durch die dichten Menschenmassen führte. Dann begann die letzte Nacht an Bord. ob |