| Bilder des Tages | |
|
Home 23.04.2005 24.04.2005 25.04.2005 26.04.2005 27.04.2005 28.04.2005 29.04.2005 30.04.2005 |
Tag 3 - 25.04.2005Sturmböen und warten auf den Startschuss.
In der Nacht waren mehrere Böen durch den Hafen gefegt, die dafür gesorgt hatten, dass nicht nur ich wach geworden bin. Um so erfreulicher war es, dass am Morgen die Sonne schien und die Böen an Stärke deutlich nach gelassen hatten. Auf dem Weg zum Frühstücksbuffet glaubten wir noch an einen traumhaften Segeltag mit 2 Wettfahrten. Doch schon während des Frühstücks, vor der Steuermannsbesprechung, wurde uns klar, dass das Nachlassen des Windes nur temporär war. Bei der Steuermannsbesprechung wurde uns dann mitgeteilt, was der Wetterbericht schon vermuten ließ, mit einem Abflauen ist erst am Nachmittag zu rechnen, bis dahin sollten wir uns in Geduld üben und unsere Schiffe für einen Schlag nach Biograd vorbereiten. Die Wetterfrösche der Regattaleitung behielten recht. Bis zum Mittag steigerte sich die Stärke der Böen noch einmal deutlich. Zeitweise waren wir am Überlegen, ob es sinnvoll schon im Hafen das Hängen auf der hohen Kante zu trainieren. Um 14:30 Uhr wurden wir erneut zu einer Steuermannsbesprechung zusammengerufen. Wie schon vermutet, wurde für 15:00 Uhr das Auslaufen angeordnet. Um ein allzu großes Chaos zu verhindern, übernahm das Marinapersonal die Koordination, wann welches Schiff auszulaufen hatte. Dermaßen gut durchorganisiert gelang es, dass bis 15:30 Uhr alle 100 Schiffe den Hafen verlassen hatten. Noch während wir das Großsegel mit Reff 2 setzten fegten ein paar Böen über das Wasser, das uns Hören und Sehen verging. Aber pünktlich zur Startvorbereitung ließ der Wind nach und wir waren völlig untertakelt. Beim Ausreffen vergaßen wir leider etwas die Zeit, so dass wir zwar nahezu zeitgleich mit dem Schuss die Linie überfuhren, aber das auf der falschen Seite und mit einem nicht optimal eingetrimmten Schiff. Bis zum Luvfass hatten wir die Probleme im Griff, aber es hat uns sehr viel Plätze gekostet. Sofort nach der Tonnenrundung zogen wir den Spi und machten uns auf die Jagd... In einer Durchfahrt zwischen 2 Inseln drehte der Wind etwas, so dass wir gezwungen waren deutlich anzuluven, um nicht überwindig zu fahren und eine unfreiwillige Halse hinzu legen. Der Steuermann, der sich gerade anschickte uns mit seinem Schiff zu überholen sah das etwas anders und behielt seinen Kurs bei. Es kam wie es kommen musste, die Halse verlief einigermaßen unkoordiniert und demzufolge breitete sich eine gewisse Unruhe an Bord aus. Die anschließende Passage unter Spi verlief einigermaßen entspannt und nachdem eine Shifte nicht so geklappt hat, wie wir es uns vorgestellt hatten bargen wir den Spi und fuhren die nächste Enge zwischen 2 Inseln ohne Spi. Das die Entscheidung die richtige gewesen ist sahen wir anhand einige anderer Boote, die unter Spi den drehenden Winden kaum Paroli bieten konnten.
Nach der Enge ging der Spi wieder hoch und wir konnten
bis zum Zieldurchgang unsere Zusammenarbeit beim
Spisegeln besser ein spielen, so dass uns der etwas zu
nehmende Wind; kurz vor dem Ziel, auch nichts mehr
anhaben konnte. Dank einer guten Organisation verlief
das Anlegen ohne große Hektik. Die Wettfahrtleitung und
Im Zelt trafen wir dann auf einige Konkurenten, die vorher neben uns am Steg gelegen hatten und die Startkreuz deutlich besser gesegelt waren. Bei der Siegerehrung erfuhren wir dann, dass wir uns mit unserene Manövern einen 22ten Platz von 30 Startern erkämpft hatten. mh |
| Vorheriger Tag | Nächster Tag |