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Tag 5 - 09.08.2005Omø - Marstal
Der kleine Hafen auf Omø wurde bis zum Abend gut gefüllt. Wir bekamen deshalb auch zwei kleinere
Yachten längsseits. Beim Anlegen der Stahl-Charteryacht von ÆBC-Yachtcharter halfen wir nach gutem
seemännischem Brauch die Leinen anzunehmen. Leider bekam die Zierleiste unserer Salona dabei einen
mehr oder weniger kleinen Defekt. Da die "Special One" das Flaggschiff von Real-Sailing ist
(Baujahr 2004, Rumpffarbe dunkelblau), wird unser Vercharterer sicherlich nicht begeistert sein über
diesen Makel. Deshalb ließen wir uns die Versicherungsdaten des Schiffsführers aufschreiben.
Heute Morgen wusste der Schiffsführer von seiner Versicherung "Pantaenius" zu berichten, daß einer Crew,
die beim Anlegen behilflich war, in jedem Falle eine Teilschuld gegeben werden kann, denn schließlich
hätte sie an entsprechender Stelle einen Fender hinhalten können. Soll das also heißen, daß man in Zukunft
lieber Augen und Ohren verschließt, wenn eine Yacht längsseits geht?!???
Am späten Vormittag liefen wir aus, mit dem Ziel Bagenkop. Da für die nächsten beiden Tage Starkwind und
Sturm angesagt ist, wollten wir uns schon so weit wie möglich in Richtung Fehmarn verholen. Im Hafen hatten
wir bereits zweimal den Versuch unternommen einen Fischer abzufangen, um Fisch zu kaufen. Beim Auslaufen
sahen wir ein Fischerboot einlaufen und drehten kurz entschlossen um, und liefen in den Fischerhafen ein.
Wir erstanden 7 Schollen für 70 DKK und verstauten sie in unserem Kühlschrank, um sie zum Abendessen bereiten
zu können!
Der Wind wehte moderat aus Nordwest. Mit einem Anliegerkurs segelten wir auf die Rinne zwischen den Untiefen
nördlich von Langeland zu und freuten uns schon auf das Abfallen, um erneut den Spinnaker zu ziehen. Die
doppelten Spi-Schoten und die 6 Spinnakerblöcke hatten wir gerade angeschlagen, als der Wind einschlief. Wir
fanden es ziemlich unfair, daß wir statt unseren Vortrieb aus den Spinnaker zu gewinnen nun das Motorengeräusch
ertragen mußten. Die Gelegenheit nutzten wir, um Toast Hawai, sowie Melone und Schinken zu bereiten.
Da wir die Maschinenfahrt nicht unnötig lange ertragen wollten, änderten wir unseren Entschluß
nach Bagenkop zu gehen und entschlossen uns nach Marstal einzulaufen. Kurz vor der Brücke von Rudkøbing frischte
der Wind wieder auf, aber wir waren in solch engem Fahrwasser, dass keine Chance bestand zu segeln. Sobald die
Rinne nur einen Hauch breiter wurde, setzten wir die Segel und kreuzten wenigstens nochmals 5 sm. Ab der
Ansteuerungstonne Marstal mußten wir wieder "die eiserne Genua" bemühen und liefen in den Hafen von Marstal.
Wegen der Windrichtung legten wir uns mit dem Heck zum Steg, was in der Ostsee eher ungewöhnlich ist. Das
vermutlich letzte Anleger-Hot Dog auf diesem Törn folgte.
Nun wurden den Schollen auf dem Steg die Köpfe, Schwänze und Flossen entfernt und mit Salz, Pfeffer und
reichlich Knoblauch in Alufolie im Backofen gegart. Als Nachtisch gab es Rote Grütze mit Vanillesauce.
Als Mitternachtssnack bekamen wir noch Zimtschnecken mit heißem Kakao.
Ihr seht: gesegelt sind wir heute leider nicht viel, aber gegessen haben wir um so mehr!
st |
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