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Tag 6 - 24.10.2006

Vom Pech verfolgt

Am heutigen Tag war ein durchgehend straffer Wind zu erwarten - und so war es auch nicht verwunderlich, daß schon kurz nach dem Frühstück die Flotte von fast 80 Yachten den Hafen verließ, um in die anstehenden Wettfahrten zu starten. Vor dem Start stellten sich die Fragen: Genua 1 (die Große) oder doch lieber Genua 3 (die Kleine)? Gerefft oder mit vollem Großsegel? Nach einigen Probeschlägen entschieden wir uns dafür, mit der kleinen Genua und dem gerefften Groß zu starten, da der Wind sonst einfach zu viel Kraft hatte.

Bei der ersten Wettfahrt lagen wir ganz gut im Feld, auch die Manöver liefen im wesentlichen glatt. Auch wenn einmal der Spi etwas brauchte, bis er hoch kam, so war alles im grünen Bereich. Lediglich nach dem letzten Spi-Kurs fiel uns auf, daß der Schnappschäkel des Falls nach dem Einholen in seine Einzelteile zerfiel. Dieses Problem ließ sich in der Pause zwischen den Wettfahrten dann mit Bordmitteln auch lösen.

Ausfart aus Trogir

Die Lösung rächte sich dann allerdings in der nächsten Wettfahrt auf dem ersten Spi-Kurs: Auf halbem Weg nach oben öffnete sich der Schäkel. Der Spikopf flatterte im Wind, das Fall hing oben im Mast - an ein Setzen auf diesem Kurs war nicht mehr zu denken und das Feld zog an uns vorbei. Wir baumten die Genua (mittlerweile die Große) aus und Silke mußte am Topnant in den Mast - bei voller Fahrt. Der Topnant hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: Er kommt nicht sonderlich weit oben aus dem Mast - und so hatte Silke keine Chance. Während wir mit 7 Knoten auf die Wendemarke und noch schlimmer das Ufer zuschossen ließen wir Silke wieder ab, shifteten Groß und Genua und schickten Silke dann in einem Kurs mit teilweise vorfahrtsberechtigten Regattateilnehmern noch einmal mit dem Bootshaken nach oben. Sie angelte das Fall zum Glück recht fix, und wir ließen sie in Rekordgeschwindigkeit kurz vor der Wendemarke wieder runter. Natürlich brachte uns auch der der nächste Spi-Kurs nur bedingt näher ans Feld und wir beendeten die Wettfahrt auf einem nicht wirklich befriedigenden Platz.

Wer nun meint, daß es nach diesem Verlauf in der dritten Wettfahrt nicht noch schlimmer kommen könnte, der irrt. Leider. Nach einem recht guten Start und einer wirklich ermutigenden Kreuz hatten wir kurz vor der ersten Wendemarke einen Überläufer auf der Winsch, so daß sich die Genua-Schot in der Wende verklemmte und die Genua Back stand. Wir trieben also im Beileger durch das Regatta-Feld und versuchten - Motornutzung und Regatta schließen sich nun einmal aus - zweimal vergebens zurückzuwenden (bei über 20 Knoten Wind und voller Besegelung kein leichtes Unterfangen), bevor wir die Luvschot auf die Deckswinsch aufgelegt hatten und die Leeschot am Segel mit dem Takelmesser kappen konnten. Anschließend gelang die Wende und wir konnten dem Feld mal wieder hinterhersegeln.

Immerhin waren wir nicht die einzigen, die heute vom Pech verfolgt wurden und gegen Mißgeschicke auf anderen Booten wie ein gebrochenes Fockfall in der ersten Wettfahrt oder ein Loch im Rumpf waren wir ja noch ganz gut davongekommen.

Nach der Rückkehr widmeten wir uns dem Essen und der Siegerehrung, vor allem aber den Duschen. Alle waren von den Strapazen des Tages recht angestrengt und so wurde der Abend nicht mehr allzu lang.

ob


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Oliver Brandmüller
Last modified: Mon Nov 20 23:46:11 CET 2006