Business Cup 2006

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Track Gesamt

5. Wettfahrt

Tag 7 - 25.10.2006

Glücksspiel

Kein Wind

Der Tag der Langestreckenwettfahrt ernüchterte nach dem Frühstück durch die Tatsache, daß auch aktualisierte Wettervorhersagen morgens wenig und nachmittags quasi keinen Wind aus drehenden Richtungen ankündigten. Dennoch wurde ein 16-Meilen-Kurs für heute angeschlagen und für zehn Uhr der erste Start angesetzt. Die dritte Startgruppe (ORC open, unsere Gruppe) hatte demnach Start um 10:20 Uhr.

Schon kurz nach dem Start war klar, worauf es heute ankam: auf dem Wasser und bei den Seglern der vorher gestarteten Gruppen zu schauen, wo denn noch am ehesten Wind zu erwarten war. Zu Beginn war dies noch halbwegs sicht- und vorhersagbar, mit zunehmender Zeit der Wettfahrt aber flaute der Wind - wie nach Wetterbericht zu erwarten - immer stärker ab. Bald schon war mal hier, mal da ein Windstrich und die Wahl des günstigsten Kurses wurde zum reinen Glücksspiel. Wer eben noch 50 Meter zurücklag, der war 30 Minuten später vielleicht schon 500 Meter voraus.

Zwischenzeitlich teilte sich das Feld und (natürlich, möchte ich nach unserem Glück bei dieser Regatta behaupten) wir lagen in einem Bereich ohne Wind - aber mit sehr vielen anderen Yachten immerhin. Nachdem wir uns langwierige Wettkämpfe im Dahindümpeln geliefert hatten und von anderen Booten schon mitten in der Wettfahrt gebadet wurde, konnten wir mit der Aquasling (eine Art Katapult für mit Wasser gefüllte Luftballons) nach einem Fehlschuß immerhin einen Treffer auf Ulfs Boot Fado landen: Das Geschoß traf im Cockpit eine von der Sonne aufgeweichte Banane, die zerplatzte und sich zusammen mit dem Wasser in feinsten Teilchen durch das Cockpit und über die darin befindlichen Personen verteilte. Zum Glück bekamen wir kurzfristig wieder Wind, so daß wir uns in eine Position segeln konnten, die nicht nur vor der Fado lag, sondern einen Gegenschuß auch unmöglich machte.

Nach dem erfolgreichen Zieleinlauf auf verkürzter Bahn bargen wir die Segel und ließen die Bossanova noch etwas zum Baden treiben. Das erfrischende Bad in der 23°C warmen Adria brachte die Lebensgeister zurück. Olli legte noch einen Stunt auf der Treppe des Niedergangs hin, der deutliche Spuren auf dem Rücken hinterließ, dann ging es zurück in den Hafen. Nach kurzem Duschen verabschiedete sich Mare, so daß wir die Siegerehrung nur noch zu sechst bestritten. Da es aber erwartungsgemäß keinen Platz auf der Bühne für uns gab, war das halb so schlimm.

Nach dem Abendessen genehmigten wir uns noch ein Eis in der Altstadt, dann ging es auch schon zurück an Bord in die wohlverdiente Nachtruhe.

ob


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Oliver Brandmüller
Last modified: Mon Nov 20 23:46:47 CET 2006