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Tag 7 - 03.05.2006Biograd - Murter
Der heutige Tag empfing uns mit nahezu wolkemlosen Himmel, aber auch ohne Wind. Wir nutzten die Gelgenheit und frühstückten unter freiem Himmel in größerer Runde. Im Laufe des Abends hatten wir uns noch mit dem kroatischen Prozedere einer Schadensmeldung auseinander gesetzt. Das Resultat war, dass wir eine Einigung außerhalb der offiziellen Wege anstreben wollten. Da Michael Kapst über einige Erfahrungen im Bootsbsau verfügt, machten wir uns mit ihm auf den Weg zu unserem Schadensgegner, um den Schaden zu begutachten. Der Schaden erwies sich als leichter "Lackschaden", so dass eine Aussicht auf Erfolg für eine Einigung ohne Versicherung bestand. Nach kurzer Verhandlung wurden wir uns einig und wir konnten den Tag befreit angehen. Die Wettfahrleitung hatte wieder einen guten Draht zu den Wettermachern und der Wind setzte pünktlich kurz vor der ersten Wettfahrt mit einer Stärke von 2-3 Bft. ein.Als Erstes wurden wir auf eine Dreiecksbahn geschickt. Heute segelten wir völlig unbelastet und erwischten einen guten Start. Auch die Kreuz lief gut und wir machten uns auf den ersten Spigang. Leider bildete sich beim Setzen des Spis ein kleines Whuling, welches uns 2-3 Plätze kostete, die wir aber wieder aufholen konnten. Auch die zweite Runde lief gut und wir konnten die erste Wettfahrt zu unserer Zufriedenheit abschließen. Da es mittlerweile deutlich aufgefrischt hatte, nutzten wir die Zeit bis zum zweiten Start, um die Segel auf die neuen Gegebenheiten einzutrimmen. Während der Startphase zur zweiten Wettfahrt, deren Ziel vor der Marina in Murter ausgelegt werden sollte, merkte man deutlich, dass einige Rudergänger arg mit ihren Schiffen zu kämpfen hatten. So war es auch nicht verwunderlich, dass der erste Start in einem allgemeinen Rückruf endete und es zu einigen Kollisionen mit nicht unerheblichen Schaden kam. Der zweite Start verlief ohne Komplikationen und nach einer kurzen Kreuz hieß es "Spi geht hoch!". Ein ca. 18 Seeemeilen langer Schlag unter Spi lag vor uns. Auf der Hälfte der Strecke stand dann die Entscheidung "fahren wir unsere Schläge unter Land oder ziehen wir in Richtung Adria" an. Ein Großteil des Feldes entschied sich für die Variante Adria oder Mitte. Uns schien der Wind unter Land etwas besser zu sein. Das diese Entscheidung richtig war zeigte sich spätestens zu dem Zeitpunkt, als wir den Spi bargen und den kurzen Am Wind-Schenkel zum Ziel in Angriff nahmen. Wir hatten viele unserer Konkurenten hinter uns gelassen. Entsprechend gelöst war die Stimmung an Bord.
Nachdem wir an der Mooring festgemacht hatten, das Schiff aufgeklart war und sich alle etwas erholt hatten,
feierten wir mit den anderen Crews bei Ulf an Bord das Ende der Regatta. Im Verlauf gab es die eine oder andere
Diskussion über das Thema Vermessung. In deren Folge nahmen Micha und ich kurze Zeit später den neuen Messbrief
der Mima unter die Lupe. 5 Minuten später standen wir bei dem Wettfahrtleiter auf dem Boot und baten um eine
Unterredung. Nach dem neuen Messbrief sollte unser Schiff 2,5m Tiefgang haben, an Stelle von 2,1m. Außerdem
war es einer radikalen Diät unterzogen und von 10 auf 8 Tonnen abgespeckt worden. Dies waren die gravierensten
Abweichungen gegenüber dem originalen Messbrief. Darauf, dass der Vermesser bei unserer Genua einen Abstand von
7,85 m zwischen Vorliek und Schothorn gemessen hatte und der Brief dort einen Wert von 8,06m auswies, gehe ich
nicht weiter ein.
mh
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