Schweden Törn 2006

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Tag 10 - 27.08.2006

Kristianopel - Uttklippan

AORAI

Der Regen zwang uns in der Nacht dazu alle Luken zu schließen. Selbst die Schotts für den Niedergang mussten wir hervorfächern, denn man höre und staune, der Wind stand aufs Cockpit. Eigentlich juckte es mich ja in den Fingern die Leinen gleich los zu werfen, aber der Regen verhinderte dies erfolgreich.
Während des Frühstücks erhielt ich von Susi und Tom eine SMS, dass sie sich nur wenige Meilen von uns entfernt befanden. Da der Wind wieder einmal durch Abwesenheit glänzte, machten wir uns unter Maschine auf den Weg zu dem ermittelten Treffpunkt. Schon von Weitem war die AORAI zu erkennen.
Leider führten uns unsere Wege genau in die entgegengesetzten Richtungen. Dadurch blieb es bei einem kurzen Plausch im Kalmarsund. Im Laufe des Plausches erfuhren wir, dass die beiden am Donnerstagmorgen um 01:00 Uhr in Neskö losgesegelt waren, in der Hoffnung etwas Wind zu erwischen und nicht nur nach Norden zu dümpeln. Leider kam es anders und sie erreichten erst heute den Kalmarsund.
Als sich unsere Wege wieder trennten, waren auch wir des Dieselgeräusches überdrüssig und setzten die Segel. Sah es anfangs so aus, als wenn wir heute mal vernünftig segeln könnten, so sackte die Windgeschwindigkeit von immerhin 5 Knoten wieder auf durchschnittlich 1 Knoten ab. Die Ostsee lag wie ein Spiegel vor uns. Wohl oder übel starteten wir wieder die Maschine. Leuchtturm Uttklippan

Nach dem Mittagessen fing die See an sich zu kräuseln. Sofort wurde die Maschine gestoppt und die Genua ausgerollt. Humpelten wir anfangs noch mit 2,5 - 3 Knoten dahin, so legte Wind kontinuierlich zu, bis wir knappe 7 Knoten auf der Kreuz liefen. Es ist wohl überflüssig zu erwähnen, dass der Wind natürlich aus der Richtung kam, in die wir wollten. Da sich die Wolken inzwischen auch weitestgehend verzogen hatten war es ein Segeltag, wie er im Buche steht.
Leider zeigten sich bei einigen Crewmitgliedern erste Anzeichen der Seekrankheit, was uns von unserem Flora ursprünglichen Plan gleich bis nach Christiansö durchzusegeln abweichen ließ. Stattdessen liefen wir mit Uttklippan unseren letzten schwedischen Hafen an. Im Hafen nutzten wir die Gelegenheit und wechselten von der Genua auf die Fock, denn laut Wetterbericht soll es morgen mit 4 - 5 Beaufort wehen, so dass uns die Fock eindeutig die bessere Wahl zu sein scheint.
Den Sonnenschein und den ungewohnt frühen Landfall nutzten wir für einen ausgiebigen Rundgang über die Felsen, bei dem wir die Überreste einer früheren Besiedlung dieses Eilandes fanden.
Zurück an Bord begannen alsbald die Vorbereitungen für das Abendessen, welches unerwartet um geräucherten Lachs bereichert wurde, den der Hafenmeister verkaufte.
In Erwartung eines frühen Startzeitpunktes verzogen sich die meisten Crewmitglieder nach der kleinen "Gute Nacht Geschichte" von Stockholm Radio in die Kojen.

mh

Tagesdistanz unter Segel: 14,7 sm Tagesdistanz unter Maschine: 15,9 sm
Gesamtdistanz unter Segel: 91,5 sm Gesamtdistanz unter Maschine: 198,6 sm
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Martin Heine/Segelcrew Schweden Törn