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Tag 2 - 20.05.2006
Burgtiefe - Spodsbjerg
Um 06:40 Uhr stellte der Skipper fest, dass Martin L. bereits das morgendliche Ritual der Morgentoilette
hinter sich gebracht hatte. Nach den obligatorischen Morgengesprächen („hast’e ma nen Euro zum Duschen“)
gab es um 07:10 Uhr den ersten Kaffee, der die Lebensgeister in Schwung brachte.
Aufklaren und Abspülen war nach einem umfassenden Frühstück schnell gemacht, eine gemeinsame
Sicherheitseinweisung mit Silke als Purserette zur Demonstration der Bedienung der Schwimmwesten an Deck der
eXtraFUN gab Gelegenheit, einmal die Crewmitglieder aller drei beteiligten Yachten zu mustern.
Aufgrund einer Wetterlage mit Winden aus dem südwestlichen Sektor und 4-5 Beaufort, Böen bis 7 entschieden
wir uns, in den Großen Belt Richtung Spodsbjerg zu segeln und die Fehmarnsundbrücke unter Segeln zu passieren.
Nervöse Blicke der Trainees in die Schiffsunterlagen führte dann 100 m vor der Brücke zu der berechtigten
Hoffnung, mit der Masthöhe unter der Brücke passieren zu können. Unter Groß und Genua 3 segelten wir aus dem
Fehmarnsund und hielten Nord, wobei wir aufgrund der Böen ausnahmsweise die Spinnaker in den Säcken ließen
und mit der Standardgarderobe vor dem Wind kreuzend nach Lee abliefen (die eXtraFAST machte später ihrem Namen
alle Ehre und zog den Spi doch noch, was eine gute Idee war, da im weiteren Verlauf dieser Woche sich diese
Gelegenheit nicht wieder ergeben sollte).
Um 18:00 Uhr passierten wir die Mitte Fahrwassertonne östlich des Leuchtfeuers, wobei auf den besonderen
Wunsch der aktuellen Wache auf der eXtraFUN die Halse ohne helfende Unterstützung der Stammbesatzung bei 13
Knoten Wind durchgeführt werden sollte. Nach Vorankündigung der unter Deck (seit Stunden nieselt es in
geringen, aber doch unangenehmen Mengen) sitzenden Betreuer durchliefen die Wache dann eine gewollte leicht
unkontrollierte Halse, anschließend eine Patenthalse und wurden danach durch den Skipper wieder auf den
eigentlich gewünschten Kurs gebracht.
Beim Segelbergen vor dem Hafen war die Genua auch durch Geld und gute Worte nicht einzurollen, statt dessen
kam ein wenig Hardware vom Masttop gerieselt. Die Genua wurde dann an Deck geborgen, gefaltet und in der
Backskiste verstaut, danach wurde der Hafen unter Maschine angelaufen und versucht, für jedes Crewmitglied
einen Hotdog und etwas Bargeld in Spodsbjerg an einem Geldautomaten aufzutreiben. Beides war leider
vergeblich, allerdings kamen uns Teile der kurz vorher eingelaufenen Crew der eXtraFAST mit der Aussage
entgegen, die letzten sieben Pølser beschafft zu haben.
Ein gemütlicher Abend mit Hühnchencurry und einigen Getränken, auch in gemischten Kreisen mit den anderen
Crews beschloss den Abend.
moh+ut
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