SKS 2006

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Tag 4 - 22.05.2006

Korsør - Lundeborg - Rudkøbing

Der Wetterbericht für den Tag versprach Windstärken von 5-6 Beaufort, so dass wir mit dem Ziel Svendborg mit einem Reff im Groß auslaufen. Eine Viertelstunde später frischt der Wind weiter auf, so dass wir das zweite Reff einbinden. 1,5 Stunden später haben wir Kobberdyb Nord passiert, als der Wind noch mehr zulegt und wir bis zu 46 Knoten (9 Bft.) auf dem Windmesser (wahrer Wind!) sehen. Das habe ich bisher noch nicht erlebt und wollte es eigentlich auch nicht erleben und schon gar nicht während wir uns auf dem Wasser aufhalten. Der Entschluss das Großsegel wegzunehmen ist in Sekundenschnelle gefasst. Die Ausführung auf dem sehr stark krängenden Deck ist allerdings etwas für Fortgeschrittene und man ist froh eingepickt zu sein. Des weiteren reduzieren wir die kleine Genua auf 50% und sind trotzdem noch mit 5,5 kn unterwegs. Wir nehmen Abstand von unserem Ziel Svendborg und laufen den nächsten Hafen an, der zu erreichen ist. Der Hafen ist der kleine Hafen Lundeborg auf Fünen. Die Ansteuerung des Hafens ist bei dem vielen Wind allerdings spektakulär, weil die Hafeneinfahrt eine Kursänderung von mindestens 120° nach Backbord erforderlich macht. Um die Steuerfähigkeit zu erhalten mussten wir auch noch mit sehr rasanter Geschwindigkeit die Einfahrt nehmen. Wir gehen längsseits an die Hafenmole und werden von anderen Hafenliegern hilfreich unterstützt. Ein Herr stellt uns seine Fotos zur Verfügung, die er während des Einlaufens von uns gemacht hat.

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Die Sjøli erreicht ebenfalls den „Nothafen“ und tatkräftig unterstützen wir sie beim Anlegen, was bei mit 7-8 Bft. ablandigem Wind nicht so einfach ist. Nach einiger Zeit können wir das schöne Rückseitenwetter genießen und sitzen im Cockpit in der Sonne. Wir zaubern aus der Kombüse Ragout Fin, dänischen Kuchen, gebackene Wiener Würstchen und Rosinenbrot aus Alfons Wagners Backstube. Bis zum Abend vertrödeln wir gemütlich die Zeit mit lesen, spazieren gehen und schlafen. Gegen 18:00 Uhr schläft der Wind komplett ein, so dass die Extra Fun die letzte Stunde vor Erreichen von Lundeborg motoren muss. Sie haben einen langen Segeltag hinter sich, da sie seit 09:00 Uhr auf dem Wasser sind.

Die Hafenmeisterin kommt und berichtet, dass für vormittags 10 Beaufort angesagt wurden. Wir haben ähnliche Informationen auf unserem Wetterschreiber, wobei bei den 12 Stunden Vorhersageintervallen nicht genau abzuschätzen ist, wann der viele Wind uns erreichen wird. Nach reiflicher Diskussion zwischen allen 3 Skippern entscheiden Martin und Thomas die Abendflaute noch zu nutzen und unter Maschine nach Rudkøbing zu laufen. Gegen 20:30 Uhr laufen wir im Doppelpack aus und haben später eine hervorragende Nachtansteuerung. Die SKS- Anwärter freuen sich sehr über das Fahren nach Richtfeuerlinien durch den Tonnenstrich unter der Brücke von Rudkøbing hindurch, weil sie sich nun endlich vorstellen können, wie es in der Praxis aussieht.

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In Rudkøbing legen wir uns im alten Handelshafen als drittes Schiff ins Päckchen und nehmen die Sjøli noch längsseits. Sämtliche Leinen bringen wir doppelt aus und jedes Schiff bekommt noch lange Landleinen, damit wir den angekündigten Wind gut abwettern können. Wir richten uns auf einen Hafentag ein.

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st

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Martin Heine/Segelcrew SKS
Last modified: Fri Nov 23 CEST 2006