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Tag 4 - 04.09.2007

Best Charter Crew

Der Morgen in Stralsund startete grau und regnerisch, teilweise zogen Gewitter über uns hinweg. Nach einem Frühstück unter Deck machten wir uns mit der Regattaflotte auf zur Neun-Uhr-Öffnung der Ziegelgrabenbrücke. Nach der Durchfahrt machte einige Schiffe noch kurz fest um auf ihre Startzeit zu warten.

Der Start erfolgte heute nach dem Känguruh-System, das heißt, die Schiffe kriegten ihre Startzeit zugewiesen, abhängig von ihrer Yardstick-Zahl, und fuhren dann um die entsprechende Zeit vor dem Wind durch die Startlinie. Vorteil des Systems für die heutige Wettfahrt: Das Feld war relativ entspannt im engen Startgebiet. Durch den langen Vorwind- und Raumschotskurs, der nach dem Start folgte, blieb das Feld relativ eng beieinander, was an einigen kritischen Punkten auch zu entsprechenden Problemen führte: Ein Teilnehmer kaufte ein Wassergrundstück (lies: er lief auf Grund), zwei Schiffe hatten eine Kollision an einer Wendemarke, die bei einem der Kontrahenten zu einem Loch im Rumpf führte - wenn auch glücklicherweise über der Wasserlinie.

Der Zieleinlauf war durch den gewählten Startmodus und das enge Feld spannend: Die Ziellinie war hinter der Hafenmole in Wieck, so daß alle unter voller Besegelung bei 6-8 Knoten Geschwindigkeit in den engen Hafen einliefen. Auf der Scala lief der Zieleinlauf in etwa so ab: Mit 6,5 Knoten Fahrt über die Ziellinie, noch während des Zieldurchfahrtsignals (Hupen vom Zielschiff) den Motor starten und mit voller Kraft rückwärts hinter den anderen gerade eingelaufenen Schiffen eine Vollbremsung machen - dann versuchen bei halbem bis raumem Wind die Segel zu bergen und sich vom entgegen kommenden Fahrgastschiff freizuhalten.

Nach kurzer Wartezeit ging es durch die Klappbrücke zum Zielhafen in Greifswald ("Holzteich"), wo wir inmitten eines kalten Hagelschauers anlegten. Nach dem Aufklarieren war schon die Abschlußveranstaltung mit Siegerehrung angesetzt. Weder die Sjöli noch die Scala waren in der Gesamtwertung wirklich weit oben, damit hatte auch niemand gerechnet. Die Überraschung kam bei der Preisverleihung für die beste Chartercrew: Nachdem die Gesichter der Scala-Crew immer länger wurden, weil in der Liste viele direkte Konkurrenten vorkamen und keiner mehr mit irgendwas rechnete hieß es: "Beste Chartercrew nach berechneter Zeit: Scala!". Ungläubiges Staunen, dann ein Jubelschrei, die Überraschung war perfekt!

Während einige Crew-Mitglieder bereits nach Hause fuhren kamen für die kommenden Segeltage neue dazu. Wir feierten den ersegelten Pokal, dann ging es abends noch in ein Restaurant, bevor alle müde in die Kojen krochen.

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Oliver Brandmüller
Last modified: Wed Sep 12 17:21:53 CEST 2007