Kornati-Cup 2007

  Bilder des Tages
Home
19.04.2007
20.04.2007
21.04.2007
22.04.2007
23.04.2007
24.04.2007
25.04.2007
26.04.2007
27.04.2007
28.04.2007

Tag 8 - 26.04.2007

Marina Hramina - Sibenik Stadtkai

Heute begann für einige der Crewmitglieder der wahre Urlaub. Nach dem in den letzten Tagen das Frühstücksbuffet immer gegen 07:30 Uhr anstand, hatten wir uns am heutigen Tag auf eine moderate Zeit gegen 09:30 Uhr geeinigt.
Bei einem Ausflug zum Bäcker konnten wir noch die letzten "dunklen" Brötchen und Brote ergattern. Im Supermarkt ergänzten wir unsere Käse- und Getränkevorräte.
Nach kurzer Absprache mit der Crew der Jazz einigten wir uns auf Sibenik als Zwischenstop auf unserem Weg zurück in die Marina Kremik. In der Marina sah es zuerst nach einem sehr flauen Segeltag oder eher Motortag aus. Aber als wir die Enge passiert hatten und genug Seeraum zum Segeln hatten, zeigten sich schon die ersten Windstriche auf dem Wasser und wir zogen die Segel. Aus den Windstrichen entwickelte sich ein guter Segelwind und wir setzten unseren Kurs in Richtung Sibenik ab.
Es dauerte nicht lange und eine kleine Winddrehung, verbunden mit einer Kursänderung ermöglichten es uns den Spi noch einmal zu ziehen. Drehende Winde zwischen den Inseln bereitetem unserem Vergnügen doch noch vor dem Kanal nach Sibenik ein Ende. Auch wenn wir versuchten den Spi noch auf dem Am Wind-Kurs zu fahren, mussten wir dennoch kapitulieren und stattdessen wieder die Genua ziehen. Im Kanal passierten wir dann noch Nikos ganz persönliches Leuchtfeuer (St. Nikola), bevor wir an der Stadtmole festmachten.
Kaum hatten wir unsere Leinen fest, konnten wir ein bilderbuchähnliches Ablegemanöver eines anderen Charterschiffes beobachten. Stilecht dröhnte aus den Cockpitlautsprechern Dudelsackmusik, die das Schauspiel passend untermalte.
Hatten wir uns wegen des auflandigen Windes 2 Mooringleinen gegriffen, um das Schiff auf Abstand zur Kaimauer zu halten, so ging der Skipper dieses Schiffes davon aus, dass er sein 40ft alleine durch Abstoßen und Fahrt voraus von der Mole freibekommen würde. Leider hatte er die Windangriffsfläche unterschätzt. Während einer seiner Mitsegler den Bug mehr oder minder erfolgreich von dem vor ihnen liegenden Motorboot abzuhalten versuchte, boebachtete der Rudergänger fasziniert, wie das Heck einen kleinen, aber feinen grauen Gelcoatstrich an die Kaimauer zeichnete.

Als erste navigatorische Herausforderung wartete das Touristbüro darauf von uns entdeckt zu werden. Nach einigen Suchschleifen entdeckten wir es zwischen einer Bildergalerie und einem Restaurant.
Ausgerüstet mit Stadtplänen machten wir uns daran durch die Altstadt von Sibenik zu streifen und das alte Kastell zu erklimmen. Von dort genossen wir einen guten Überblick über die Bucht und die Neustadt. Ein Bewohner der Neustadt hat sich die Sache mit dem Klimawandel wohl sehr zu Herzen genommen, denn er lagert auf dem Dach seines Hauses ein Schlauchboot und einen Jetski. Zurück an Bord begannen wir unserer Vorräte aus Nudeln, Tomatensauce, Thunfisch und Zwiebeln in ein leckeres Abendbrot zu verwandeln. Derart gesättigt genossen wir noch den Sonnenuntergang und lauschten Nikos Einführung in die Degustation von Schokolade. Leider wurde diese immer wieder durch die allgemeinen Lachanfälle aller Beteiligten unterbrochen. Um dies nachvollziehen zu können empfehle ich einen kurzen Abstecher zur Anleitung zur Schokoladen Degustation.
Unseren ersten Anlauf, den Abend mit einem Eis ausklingen zu lassen verhinderte ein kurzer aber heftiger Regenschauer. So schnell, wie er gekommen war, so schnell verzog er sich auch wieder und ein Teil unserer Crew machte sich noch auf den Weg zur nächsten Eisdiele und Cafébar. Auf dem Weg dorthin begegneten wir noch der Crew der Jazz, die die Straßen auf der Suche nach Mitbringseln durchstreifte.

mh

Vorheriger Tag Nächster Tag

Martin Heine/Segelcrew Kornati-Cup