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Tag 1 - 23.10.2004Anreise
Der Samstag begann sehr früh für uns: Um zehn nach sieben morgens ging unser Flieger nach Athen. Wir ließen es nach widersprechenden Informationen im Vorfeld einfach darauf ankommen und hatten unsere Automatikwesten im Gepäck - inklusive der zugehörigen CO2 Patronen. Beim Sicherheitscheck des Handgepäcks fiel zunächst mal Maics Zippo auf ("Da ist Benzin drin! Brennbare Flüssigkeiten dürfen nicht mit an Bord!"). Noch während dann auch sein Notebook und sonstiges Handgepäck gefilzt wurde, wurde sein Name auch schon zur Sicherheitsüberprüfung ausgerufen - unser Gepäck war vollständig auf seinen Namen registriert und wir hatten schon Bedenken. Nachdem geklärt war, dass pro Person zwei Patronen im Gepäck sein durften, ging das aber problemlos. Der Flug verlief ruhig und wir kamen überpünktlich in Athen an. Unser Gepäck war auch vollständig da und nach Rückfrage am Informationsschalter entschieden wir uns dafür, mit dem Bus zur Marina zu fahren. Die Busfahrt dauerte eine knappe Stunde und bot uns die einmalige Gelegenheit, am Ende Talente zu beweisen, von denen wir vorher nichteinmal geahnt hatten, daß wir sie überhaupt haben: An unserer Haltestelle stiegen wir aus und machten ein Gepäckschlange. Bevor die Tür des Busses zuging schaute jeder, ob sein Gepäck ausgeladen war - als dies alle bejaht hatten, ließen wir den Bus weiterfahren. Jeder nahm sein Gepäckstück - zu unserer Verwunderung stand danach noch immer eines auf dem Bürgersteig. Wir schauten hinein und es gehörte einer uns unbekannten Person!
Als wir in den Hafen liefen, machten wir zunächst einmal die Erfahrung, daß man sehr aufpassen muß, wenn man nicht über den Tisch gezogen werden möchte: Zwei Herren fingen uns ab, hatten offensichtlich Bootsnamen und den Namen des Charterers und boten uns an, einen Teil der Crew zur Charterstation zu fahren und einen anderen zum Supermarkt. Dieser entpuppte sich als extra teuer, so daß sich der Einkaufstrupp entschloß, lieber auf eigene Faust wärhrend der fast zweistündigen Übergabe, die Martin und und Olli machten, loszuziehen. Nach dem Einräumen machten wir uns mit der Straßenbahn auf ins Zentrum von Athen, wo wir Freunde von Maic trafen. Wir erlebten einen wunderbaren Stadtbummel, während die Sonne unterging, aßen ausgiebig griechisch zu abend und betrachteten danach auf einem Spaziergang durch die laue Athener Nacht die hell beleuchtete Akropolis und die geschichtsreiche Umgebung, bevor wir alle äußerst müde zur Jacinthe zurückkehrten und die erste Nacht an Bord verbrachten. ob |