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Tag 7 - 31.08.2001
Was ist heute so passiert? Also, wir sind von Saeby unter Motor gestartet, haben Segel gesetzt und nach 19 sm wieder runtergeholt, den Motor eingeschaltet und haben in Skagen festgemacht. Noch genauer???? Beim Auslaufen war ein bischen Welle, vor allem ein riesiges Gestampfe aus der Hafeneinfahrt raus. Und Strömung. Mit Segeln war's dann etwas besser, was auch am anderen Kurs gelegen hat... Es war auch draussen VIEL Welle und nicht wenig Wind. Der Tacho hat durchaus mal 7,8 kn angezeigt. (Das GPS über Grund sogar über zehn!) Entsprechend schnell war dann auch Skagen in Sicht.
Keine Übelkeiten zu vermelden, selbst Jule hat das üppige Frühstück bei sich behalten. Und Wolfgang hat am Steuerrad gejuchzt vor Freude über jedes Zehntel Knoten mehr Fahrt. Nach dem Überflug die Ernüchterung: Heckanker - heute mal quer zum Wind auszulegen. Ist auch nicht geglückt. Die Joghurtschüssel ist natürlich bei dem Wind immer vertrieben. Also sind wir dann längsseits an die Mole, woraufhin uns eine freundliche Dänin darauf hinwies, dass auch hier nur senkrecht parken angesagt sei. Also haben wir uns ins das nächste Becken verzogen, wo extra für uns eines der "reserviert"-Schilder entfernt wurde. Allerdings währte das Glück nur kurz: Denn auch andere hatten beschlossen, Skagen anzulaufen...und das erste Becken füllte sich schnell. Nachdem man ohne Probleme zu Fuß durchs erste Hafenbecken spazieren konnte, kamen sie zu uns. Einer, und noch einer, und noch einer.
Zunehmende Beglückung in Sonjas und Jules Augen - der Schlaf in der Vorschiffskoje dürfte von Elefantenherdentrampeln gestört werden.(Erfahrungswert 22 bis 0.30 Uhr.) Ausserdem haben einige trinkfreudige Herren- und Jugendtörns in Skagen angelegt. Beschallung von zwei Seiten mit unterschiedlicher Musik. Gute Nacht... jh In Skagen angekommen gab es nach Tee und Kuchen natürlich eines zu tun: Die dänische Landspitze zwischen Kattegat und Skagerrak anschauen! Und so machten sich denn Michael, Robert, Manfred, Sonja und Oliver auf in Richtung "Land's end". Der Weg führte zunächst an einer Fischfabrik vorbei, die einen nicht zu ignorierenden Geruch absonderte. Danach ging es dann am Strand entlang, vorbei an den Resten deutscher Kriegsbaukunst, zuerst einmal zum großen Leuchtturm, den Kurz vor der abendlichen Schließung im Rekordtempo eine Gruppe aus Manfred, Oliver und Sonja erklomm.
Nachdem die drei den Ausblick genossen hatten und den beiden unten wartenden zugewinkt hatten, ging es wieder runter und die fünf zogen weiter die letzten Kilometer in Richtung "Land's End". Der Anblick ist grandios, wo sich Nord- und Ostsee treffen. Zwei Wellensysteme treffen aufeinander, das Wasser über der flachen Sandbank ist kabbelig, man meint geradezu eine Grenze erkennen zu können, die sich zwischen den beiden Meeren durch's Wasser zieht. Auf dem Rückweg regnete es etwas, so ging es wegen der leichteren Laufbarkeit über die Straße. Wir entdeckten zuvor in den Dünen das Grab eines Dichters. In Skagen angekommen plünderten wir noch einen HotDog-Stand (Eis gab es da natürlich auch!). An Bord machte sich Robert nocheinmal über die Vorräte her, die Martin und Julia aufgefüllt hatten. Es gab noch ein gutes Essen in mehreren Gängen, bevor wir die verdiente Nachtruhe (nicht, siehe oben) antraten. ob |