| Bilder des Tages | |
|
Home 25.08.2001 26.08.2001 27.08.2001 28.08.2001 29.08.2001 30.08.2001 31.08.2001 01.09.2001 02.09.2001 03.09.2001 04.09.2001 05.09.2001 06.09.2001 07.09.2001 08.09.2001 09.09.2001 10.09.2001 11.09.2001 12.09.2001 13.09.2001 14.09.2001 |
Wir sind noch immer in den Schären nördlich von Göteborg unterwegs. Kartenausschnitte gibt es voraussichtlich ab morgen wieder Tag 11 - 04.09.2001
"Julia hat Geburtstag" vermerkt das Logbuch als erstes Tagesereignis - und so beginnt der Tag für jeden mit einem herzlichen Glückwunsch für Jule. Bunte Ballons mit netten Wünschen, Mini-Törtchen mit Mini-Kerzen - ein Geburtstag auf See ist spartanisch, aber die Glückwünsche kommen von Herzen. Außer durch Julias Geburtstag wird das Frühstück durch amüsante Details der Beziehung von Monique und Heinz-Dieter intellektuell aufgepeppt. Im Angesicht einer Original Tupper-Butterdose hat Heinz-Dieter ein Déjà-Vu und gibt dies verbal zu erkennen. Auf die Nachfrage, was denn gewesen sei, verlautet, er habe vor einiger Zeit eine gleichartige Butterdose aus dem gemeinsamen Haushalt der Entsorgung preisgegeben, weil er sie für unpraktisch hielt, hält doch die Isolierung den Kühlschrank von der vollständigen Komplettierung seines Werkes ab. Ersetzt wurde der Butter-Mercedes dann durch eine 1,50-DM-Dose des Einheitstyps. Monique ihrerseits hing wohl an der gesteigerten Qualität ihres Butter-Mercedes' und war so nicht von größter Freude angesichts des geschehenen ergriffen. Von ebenso entsorgten Teekannen (Geschenk von Moniques Mutter!) und der Anschaffung eines zweiten Butter-Trabbi geht die Legende...
Unsere Nachbarn vom Zürich-See machten sich trotz ihrer "Drohung" auszuschlafen weitaus früher als wir auf den Weg. Damit erbrachten wir den Beweis, daß auch unser Anker die Nacht über gehalten hatte und in der Lage war, unsere Scorpion probemlos vom gefährlichen Felsenriff fernzuhalten. So konnten wir in aller Ruhe klar Schiff machen und in einen recht windlosen Tag aufbrechen, der uns allerdings durch fast durchgehenden Nieselregen in Erinnerung bleiben wird. Nach weniger als einer Stunde erreichten wir Henan, den Standort der Najad-Werft. Wir machten am Steg der Werft fest, die in der Marina offensichtlich nur die Auslieferung machte. Einen der Werftmitarbeiter fragten wir zunmächst, ob wir die Scorpion für die Zeit der Besichtigung an diesem Steg liegen lassen dürften und dann, ob eine Werftbesichtigung möglich sei und wie der Weg dorthin sei. Nach einem kurzen Telefonat wurde uns mitgeteilt, wir könnten den Weg hoch zur Werft (etwa 2 Kilometer) laufen und es würde jemand eine Führung für uns machen. Als wir ankamen war wirklich jemand für uns da, so daß wir auch bei Najad eine ausführliche Führung durch die Werft genießen konnten. Bei der Rückkehr zur Marina ging ein Teil der Crew noch Nachbunkern (Butter, Kuchen), während der Rest (Martin, Oliver) schonmal in Richtung Steg zurückgingen. Dort angekommen konnten wir einen freundlichen Mitarbeiter von Najad überreden, uns eine Najad 460 aufzuschließen, so daß wir uns auch hier von der Qualität der fertigen Schiffe überzeugen konnten.
Wieder unterwegs wollten Martin und Oliver in gemeinsamer Aktion die gesammelten Abwässer aus dem Fäkalientank verklappen. Ein Teil des Inhalts könnte auch wirklich außerhalb des Schiffes angekommen sein, ein anderer Teil ist mit auf jeden Fall in der Bilge angekommen, wie ein sich nach und nach im Schiffsinnern breitmachender beißender Geruch uns zu verdeutlichen gewillt war. Also wurde abermals die Bilge mit Seewasser geflutet und das Kommando "Olli go!" ging nach oben zum Abpumpen. Unser Logbuch vermerkt als Tagesereignis "Gülle abgepumpt. Fäkalienpumpe undicht!" - eine kurze und dem Ereignis kaum gerecht werdende Umschreibung der Säuberungsaktion, die Dank Übung aber immerhin schneller als beim letzten mal von statten ging. Unser Tagesziel war der Naturhafen von St. Askerön, den wir ohne weitere Zwischenfälle erreichten. Der Hafen ist recht einfach ausgestattet, aber entgegen erster Befürchtungen war ein Klo dann doch vorhanden. Nur mit dem Duschen wurde es mal wieder schwierig, derweil nicht vorhanden. Da unsere Fahrt morgen nach Göteborg führen soll und wir eine Brücke, die in der Karte mit 18 Metern angegeben ist, haben wir nocheinmal den Mast nachgemessen und sind auch irgendetwas knapp (5-10 cm!) unter den angegebenen 18 Metern gekommen. Zwar gab uns der Hafenmeister den Tip, daß die Angabe in der Karte eine sehr knappe sei und die Brücke sicher höher, aber dennoch bleibt die Spannung, ob wir diese Durchfahrt nutzen können oder den erheblich längeren Weg außen um die Schären nehmen müssen. Die endgültige Freigabe wird uns diejenige geben, die vermutlich morgen vor der Brücke auf den Mast gewinscht wird - zum Abschätzen. Nach einem Essen stießen wir mit Campari-Orange, Baileys und Kuchen nocheinmal auf Julias Geburtstag an. Danach verteilte sich die Mannschaft langsam auf die Kojen. Nachtrag: Eine lustige Entdeckung war der Lichteffekt, den bestimmte Algen im Wasser hervorrufen: Fällt etwas ins Wasser, beginnt die Wasseroberfläche dort für einige Sekunden grün zu leuchten. Am besten ist der Effekt, wenn kleine Tropfen oder Steine das Wasser treffen. Wir haben bestimmt 15 Minuten damit rumexperimentiert. Fritz sogar noch länger. ob |