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Hafentag in Göteborg Tag 13 - 06.09.2001
Ausschlafen war angesagt, nachdem uns unsere polnischen Nachbarn durch lautes Feiern durchaus noch eine Weile vom Schlafen abgehalten haben. Mit einem Ghettoblaster auf dem Steg tanzen und dazu singen bis spät in die Nacht war zumindest unserer Erholung nicht zuträglich. Nach dem Frühstück mußten wir nur noch kurze Zeit Julias Nörgeln ertragen (Zitat: "Haaggnnnaaaarrrfffff"), weil der Hafenmeister sich soviel Zeit ließ, bis die Dusche aufgeschlossen wurde. Das Duschen war dann die reine Wonne: Keine 5-Kronen-Stücke, keine Zeitbegrenzung, einfach nach Herzenslust mit warmem Wasser duschen! Die gesamte Mannschaft hatte dies wohl bitter nötig und dementsprechend ausgiebig wurden die sanitären Anlagen auch in Anspruch genommen. Wir fanden uns nach einiger Zeit dann frisch geduscht für die Tagesplanung wieder auf der Scorpion ein.
Da wir eigentlich vorhatten, noch an diesem Abend zu einem Nachttörn auszulaufen, wurde die Zeit für die Rückkehr vom Stadtbummel auf 18 Uhr festgelegt, wir gingen dann aber gemeinsam los: Aufräumen im Boot, alle Schotten dicht und erstmal in eine Richtung, in der wir anhand der Stadtführer vom Tourist Info das Stadtzentrum vermuteten. Vielleicht lag es am Wetter, aber auf die meisten von uns machte Göteborg nicht den schönsten Eindruck und so trennten sich unsere Wege, wir gingen in Grüppchen spazieren - ein besonderer Anlaufpunkt war auf jeden Fall das Marine-Museum mit alten zivilen und militärischen Schiffen, unter anderem einem Feuerschiff und einem U-Boot, einem alten Frachter und einem Zerstörer.
Bis auf Monique und Heinz-Dieter fanden sich alle gegen ungefähr 16 Uhr wieder auf dem Boot ein, wo wir wegen des erheblich auffrischenden Windes langsam zu der Entscheidung kamen, erst am nächsten Morgen in See zu stechen. Zwar war keine Abschächung der Winde in Sicht laut Wetterbericht, allerdings wollten wir lieber ausgeruht in diese Etappe gehen, die zugleich auch mit 16 bis 20 oder mehr Stunden veranschlagt ist und damit auch recht lang. Während einige von uns einkaufen gingen, trafen auch Monique und Heinz-Dieter wieder an Bord ein. Beim Essen machen, als alle wieder zurück waren, wurde dann die endgültige Entscheidung getroffen, noch eine Nacht im Hafen von Göteborg zu verbringen. Unsere Nachbarn, die Polen, waren übrigens mittlerweile ausgelaufen, so blieb die Hoffnung auf eine ruhige Nacht, die vielleicht nur durch den Schwell der ständig verkehrenden Fähren gestört wurde, an den wir uns aber langsam gewöhnten. ob |