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Tag 18 - 11.09.2001
Der Morgen war ruhig und wir ließen uns mal wieder mehr Zeit als eigentlich geplant. Martin hatte schon den Supermarkt gestürmt und unsere Zuckervorräte (Olli-Tool!) wieder aufgefüllt - und frische Brötchen mitgebracht. Nach dem Frühstück wurde noch der Motor bearbeitet, damit er etwas zuverlässiger auf den letzten Tagen unseres Törns das Kühlwasser fördern konnte. Die Bilge wurde von einigem Wasserballast befreit (heutige Folge: "Niko go!", Oliver saß unten und hielt den Schlauch fest). Dann konnte es losgehen. Als wir den Hafen verließen, erhoben sich hunderte Möwen von der Hafenmole - was sich wenige Augenblicke später durch einen gewaltigen Vogelschwarm in der Luft bemerkbar machte. Glaubten wir zunächst, die Vögel hätten draußen einen Fischkutter entdeckt, wurden wir kurze Zeit später eines besseren belehrt: Ein Regen aus Möwenscheiße prasselte auf uns hernieder, bevor sich die Tiere wieder auf der Hafenmole niederließen.
Die Folgen wurden dann durch richtigen Regen aus Wasser im Laufe des Tages vom Deck gespült. Dunkle Wände aus Wolken verfolgten uns und zogen mit heftigen Schauern über uns hinweg, in der Ferne konnten wir den Anfang einer Windhose entdecken. Und bald darauf konnten wir eine Windhose, deren Rüssel kurz vor der Küstenlinie den Wasser berührte, beobachten. Diese war vielleicht zwei Seemeilen von uns entfernt - ein interessanter Anblick, der alle von uns an Deck brachte.
Im weiteren Verlauf der Fahrt wurde die Stimmung etwas gedrückt, als uns die Nachricht von den Ereignissen in New York und Washington erreichte. Jule und Monique machten sich Sorgen um eine Freundin, die gerade in NYC weilte und dort Dienst in einem Krankenhaus tat. Aber unsere friedliche Umgebung brachte uns halbwegs auf andere Gedanken, zwar flammte das Thema immer wieder auf, aber wir konnten nach der Einfahrt in Nysted unsere Hot-Dogs genießen. Martins Eltern machten den Shuttle-Service zur durch frühere Reisen von Martin erkundeten Luxus-Bude möglich, bevor sie sich wieder verabschiedeten. Im Laufe des Abends genossen wir noch Teile unserer Vorräte und Monique erhielt die Meldung, daß es der Freundin in New York gut ging. So konnten wir uns beruhigt ins Bett begeben. ob |