Ostsee 2002

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Tag 7 - 15.08.2002

Kerteminde

Hafentag

Brücke am Belt

In der Hoffnung, heute in den frühen Nachmittagstunden die Leinen loswerfen zu können, begannen wir den Tag. Man sollte es nicht für möglich halten, gegen 09:00 Uhr bekamen wir den gewünschten Rückruf von der Marina Großenbrode. Nach einer kurzen Schilderung der Lage bekamen wir grünes Licht für die Beauftragung eines örtlichen Instandsetzungsunternehmens. Hier zahlten sich die zuvor beim Hafenmeister eingeholten Informationen aus, ohne lange suche wurde zielsicher der nächste Marineshop angesteuert. Die Aussage, die ich dort erhielt deckte isch in keinster Weise mit dem, was ich hören wollte, ich solle nochmal gegen 13:00 Uhr wiederkommen, dann könne man abschätzen, ob ein Mechaniker verfügbar sei. Na super, genauso hatte ich es mir nicht vorgestellt.

Girlparade

Bei meiner Rückkehr war der Frühstückstisch bereits abgeräumt und die noch nicht gewässerten Crewmitglieder in Richtung Dusche verschwunden. Schnell war klar, dass wir aus der "Not" nur eine Tugend machen konnten, indem wir einen Hafentag mit Besichtigungsprogramm einlegten. Wir waren relativ erstaunt, was unsere Bordlektüre zum Thema Kerteminde hergab und was die Stadt (ich gehe mal davon aus, dass Kerteminde Stadtrechte besitzt) an sich zu bieten hatte. Schnell war die Exkursion beschlossen und wir brachen auf. Unser Weg führte uns am Industriehafen vorbei, indem wir auf eine Bürotür stießen, an der deutlich sichtbar Volvo Motorenservice stand. Als uns dann noch gesagt wurde, es käme innerhalb der nächsten halben stunde ein Mechaniker zu uns an Bord, schien uns der Segeltag gerettet. Connie, Sonja, Niko, Micha und Wolfgang setzten die Sightseeing Aktivitäten fort, während ich zum Schiff zurückkehrte. Innerhalb der zugesgten Zeitspanne tauchte auch wirklich ein Mechaniker auf, der im ersten Arbeitsgang die Lichtmaschine demontierte, um sie bei sich in der Werkstatt zu prüfen. Es war schon mal sympatisch, dass hier nicht gleich wie wild Teile getauscht wurden. Auch die Batterie wurde in sein Auto verladen und er versprach mir innerhalb der nächsten halben Stunde mit einem Resultat zurückzukehren. Es hat dann letztendlich doch noch 10 Minuten länger gedauert, aber seine Aussage besiegelte den hafentag für uns. Der Regler der Lichtmaschine sei (wie wir schon vermutet hatten) defekt und er könne erst morgen das Ersatzteil in der Werkstatt haben, ebenso die passende Starterbatterie. Der Mechaniker war kaum von Bord, als die Exkursionsgruppe wieder an Bord eintraf. Was nun stellten wir uns die Frage.... In Anbetracht der angebrochenen Mittagsstunde wurde der Vorschlag, die Diskussion zum Turibüro und an die dort ansässige Hot-Dog-Bude zu verlegen. Nachdem Erwerb dieser Köstlichkeit (okay, okay die Meinungen hierzu gehen ein wenig auseinander) wurde noch kurz darüber philosophiert, ob ein entsprechender Stand in Berlin eine Existenzberechtigung hätte oder ob zum Überleben eine Ausweitung der Produktpalette von Nöten wäre. Ich für meinen Teil zog einen Besuch der Kirche der tiefergehenden Erörterung vor. Für einen Ausflug in die Umgebung von Kerteminde war es mittlerweile etwas zu spät, zumal uns gesagt wurde, dass die Fahrradverleiher immer für den vollen tAg kassieren und keine halben Tage kennen. Auch der Ausflug nach Odense fiel der vorgerückten Stunde zum Opfer. Unser nächstes Ziel war somit das örtliche "Aquarium" mit Seehund-Show etc, welches wir jedoch nicht auf dem direkten Weg ansteuerten. Vorbei an einigen historischen Gebäuden Kertemindes erreichten wir einige Zeit später das Aquarium. Zu Schade nur, dass die Eintrittspreise genauso exklusiv waren, wie Architektur des Gebäudes. Wir schwenkten nahtlos zu Plan b um, der einen (kostenfreien) Besuch des dirket neben dem Yachthafne liegenden Strand vor sah. Bei einem Zwischenstopp auf dem Schiff erlitt unsere Gruppenstärke einen Einbruch um 33,3%. Derart dezimiert erreichten wir das Etappenziel, wo weder Wolfgang, noch Sonja, noch ich lange zögerten und sofort das kühlende Nass aufsuchten. Connie blieb bei den Klamotten. Strandtage waren noch nie mein Ding, weshalb Wolfgang und ich nach einer mittleren Verweildauer den Rückweg zum Schiff antraten. Etliche Zeit später kehrten auch Sonja und Connie auch zum Schiff zurück. Auch Lesen hat irgendwann seinen Reiz verloren, worin der Aufbruch einer neuen Exkursiongruppe zur anderen Seite des Durchbruches zum Kerteminde-Fjord begründet lag. Vorbei an Fischreigebäuden, Einfamilienhäusern und fest installierten Badehütten folgten wir der Uferlinie bis zum Ortausgangsschild. Unseren Wissendurst konnten wir ansatzweise auf dem Rückweg stillen, als wir das Verfahren zur Einlagerung von Korn in Speicherhallen beobachten konnten.

Es ist wohl müßig zu erwähnen, dass auch heute wieder ein Essen serviert wurde, welches unseren tatsächlichen Tageskalorienverbrauch bei Weitem überstieg.

mh

Keine Strecke - keine Karte!


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Martin Heine/Segelcrew Ostsee
Last modified: Thu Aug 29 00:26:02 CEST 2002