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Tag 2 - 09.08.2003Burgtiefe - Korsoer
Nach einem ersten Bordfrühstück, nicht jeder konnte duschen, glücklich waren aber alle, trafen wir die endgültige und nicht mehr umkehrbare Entscheidung zur Fahrt nach Norden. Im bordeigenen Navigationsnetzwerk wurden flugs die Wegepunkte abgesteckt, die fraglichen Karten bereit gelegt und dann ging es los. Bei der Ausfahrt aus dem Hafen konnten wir einen anderen Segler beobachten, der den (nicht gerade kleinen und mit signalfarben bemalten) Rettungskreuzer übersehen hatte und erst im letzten Augenblick unter den verwunderten Augen der Kreuzermannschaft aufstoppen konnte. Bereits kurz nach der Ausfahrt aus dem Hafen setzten wir Segel und glitten bei - immerhin vorhandenem - mäßigem Wind durch die Rinne in in Richung der See. Der Kurs führte uns als nächstes unter der Fehmarnsundbrücke hindurch, dann um Fehmarn herum in Richtung Nordwesten. Doch schon hier verließ uns der Wind das erste mal und wir mußten, als alles Trimmen nichts mehr half, den Diesel starten, um den um uns herum wabernden Algenfeldern zu entkommen. Doch nur wenige Meilen später hatte der Wind bereits wieder aufgefrischt und die gedreht, so daß wir wieder unter Segeln ruhig und schnell dahingleiten konnten.
Auch dieses Windfeld hielt nicht ewig. Wir trieben irgendwann wieder mit einem Knoten vor uns hin. Also nochmal Maschine. Doch nach nur wenigen Minuten, vielleicht einer Viertelstunde oder etwas mehr, frischte der Wind wieder auf und wir setzten, diesmal final, wieder die Segel. Die eXtra fast II lief über sieben Knoten hoch am Wind auf unserem Weg in den großen Belt. Der weiter zunehmende Wind und zwang uns, erst das erste und bald auch das zweite Reff einzubinden und auch von der Genua etwas wegzurollen. Wir diskutierten kurz die Möglichkeit, über die Nacht weiter nach Norden zu segeln oder aber vor der Brücke am Großen Belt in Korsoer anzulegen und die Nacht zu verbringen. Die Wahl fiel wegen des Windes und sicherlich auch wegen der um sich greifenden Müdigkeit recht bald auf die Alternative mit der Nacht im Hafen - Nachtfahrten werden wir sicherlich noch haben auf unserem Weg. Und mit guten 60 Seemeilen in elf Stunden hatten wir heute ein nicht erwartetes Pensum, speziell unter Betrachtung der Tatsache, daß wir noch im Hellen einliefen. Den Abend verschönerte uns Robert mit einem ausführlichen und mehrgängigen Menü, kunstvoll um die Reste des Chili con Carne arrangiert. Dazu wurde die erste Runde weißen Weines credenzt. Gut gesättigt ging es dann in die Kojen. ob |