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Tag 5 - 12.08.2003Anholt - Fotö
Die Nacht auf den heutigen Tag war unerwartet stürmisch, so daß sich des Nächtens die halbe Mannschaft an Deck getroffen hatte, um in mittten des tosenden Wetters nach dem rechten zu schauen. Nachdem die Festmacher und der Anker kontrolliert und sicherheitshalber nachgezogen waren, verschwanden alle wieder in den Kojen. Später traf es dann noch ein paar Leute mit leichtem Schlaf, die die Fenster schließen mußten, weil ein Schauer über die Insel hinwegzog. Das Frühstück wurde durch Kerzen und Gesang (in fünf Sprachen, dank Robert) zu Ollis Geburtstag bereichert. Danach machten wir klar Schiff um Anholt zu verlassen und in Richtung Norden zur schwedischen Küste zu segeln. Wir steckten als grobes Ziel einen Punkt vor Göteborg ab: Den Trubaduren, ein Leuchtfeuer an der Einfahrt zum Hafen. Sobald wir den Hafen dann auch wirklich verlassen hatten, hatten wir sofort starken Wellengang und auch der Wind bließ uns mit freundlichen 20 Knoten um die Ohren. Wir setzten dennoch Vollzeug und liefen am Wind ein paar Meilen in nordwestlicher Richtung, um eine Untiefentonne zu runden, die das große Flach rund um Anholt begrenzt. Michael steuerte die eXtra fast II sicher um diese flachen Stellen herum, dann liefen wir mit fast halbem Wind nach Norden, die Wellen rollten seitlich oder leicht von achtern unter das Boot und ermöglichten den ein oder anderen guten Surf, der uns trotz der hohen See mit über achteinhalb Knoten durch das Meer fegen ließ.
Olli steuerte bei gleichbleibendem Wind und Wellengang durch den Schiffahrtsweg, vor und hinter uns gingen Tanker und Containerschiffe durch, aber es gab keine bedenklichen Kursüberschneidungen. Dann zogen wir bei weniger Wind (aber immernoch genug) unter Vollzeug in durch die großen Einfahrtsrinnen des Göteburger Hafens. Anstatt jedoch in den Statdhafen einzulaufen setzen wir einen Kurs durch den Schärenvorgarten zu dem kleinen Ort Fotö, in dem wir nächtigten. Nach der Ankunft gab es einen Schluck Champagner als Anleger. Das Salz aus den Haaren zu waschen war leider nicht möglich; die Frage nach den Duschen beantwortete der Hafenjunge (der Meister war das wohl nicht) mit einem lächelnden "Next Year!". Robert zauberte ein mehrgängiges Menü, das ein Nachtisch ("Schlamm") dann abrundete. ob |