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Nach einer ruhigen Nacht in einem kleinen und ruhigen
Hafen mußten wir ohne Duschen auskommen. Einige nahmen
das eher als Chance, denn als Manko auf und nahmen ein
Bad im Hafenbecken mit anschließender (kalter) Dusche
unter dem Schlauch. Wir schrubbten das Deck und füllten
den Wassertank auf, denn wir wußten ja noch nicht,
wo unser nächster Liegeplatz sein würde: Hafen oder
Ankerbucht. Mit einer sauberen eXtra
fast II liefen wir zu unserer ersten echten
Schärenfahrt auf diesem Törn aus.
Wir fuhren auf engen Fahrwassern durch die karge, aber
schöne Landschaft. Wie Oasen liegen in dieser Landschaft
immer wieder kleine Orte eingebettet. Auf manch kargem
Felsen stehen sogar einzelne kleine, meist in den typischen
Farben gestrichene, Holzhütten.
Entlang von Tonnenstrichen, Felsmarkierungen und aus dem
Wasser ragenden Inseln als Orientierungspunkten führt
die Fahrt unter Segeln schlängelnd Richtung Norden. Um
unsere Vorräte aufzufrischen, legen wir als erstes Ziel
Marstrand fest. Wir entscheiden uns für die (immer wieder
beeindruckende) innere Durchfahrt: Ein Kanal von nur
20 bis 40 Meter Breite, an dessen Seiten sich Felswände
höher als der Mast auftun.
Trotz widriger Verhältnisse, der Wind zog durch den
Kanal und kam zeitweise direkt von vorn, schaffte
Martin die Durchfahrt komplett unter Segeln und wir
mußten erst zum Anlegen in Marstrand den Diesel
anwerfen. Zum Glück bietet der örtliche Supermarkt
einen eigenen Steg für Kunden, so daß der Weg nicht
weit war.
Nach der Rückkunft des Einkaufsteams gab es erstmal
Espresso und schwedisches Gebäck. Danach beschlossen
wir demokratisch (für's Protokoll: eine Gegenstimme)
in Marstrand zu bleiben und lediglich den Platz in
den Yachthafen zu wechseln, was wir dann auch
bald taten, um denen, die noch nicht hier waren vor
zwei Jahren die Chance zu bieten, eine Orts- oder
Festungsbesichtigung zu unternehmen.
Als sich wieder alle an Bord versammelt hatten,
nahm Robert wieder die Essenszubereitung in Angriff.
Den über uns hinwegziehenden Regen versüßte der Anblick
des sehr intensiven und vollständigen Regenbogens, an
einem Ende stand sogar noch ein zweiter Regenbogen
darüber.
Eine kleine Nachbarschaftliche Bootsberührung sowie
aufziehender Sturm - auch wenn wir in der
Abdeckung lagen - legten nahe, die
eXtra fast II noch
längsseits an den Steg zu legen, was aber immernoch eine
schaukelige Angelegenheit war.
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