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Tag 9 - 16.08.2003Henan - Schären
Der heutige Tag war geprägt vom Crewwechsel. Das Auto mit den vier "Neuen" kam zu einer sehr gemäßigten Zeit, nach acht, bei uns an - all unsere Befürchtungen bezüglich eines sehr frühen Aufstehens waren damit vom Tisch. Zunächst versuchten sich möglichst viele Leute irgendwie bei den beengten Platzverhältnissen mit 12 Leuten an Bord mit Kaffee, Tee, Milch, Broten und ähnlichem Frühstücksmaterial zu versorgen, bevor die große Räumaktion gestartet wurde. Wir verlegten die eXtra fast II an einen günstigeren Platz und begannen zunächst mit dem Ausladen aller nicht mehr benötigten (wie wir dachten) Klamotten der Heimfahrer. Danach setzte das große Aufräumen uns Sortieren der Vollzeitcrew ein. Schließlich folgte vor dem Einladen neuer Lebensmittel und des Gepäcks der vier Neuen noch ein allgemeiner Putzgang. Kurz nach neun hatten sich die Heimfahrer auf den Weg gemacht - inklusive einer Garnitur Ölzeug von Michi, die eigentlich Beatrice nutzen wollte. Als wir sie erreichten, waren sie leider schon 200 Kilometer entfernt (flotter Fahrstil für schwedische Straßen!), so daß ein Umdrehen nicht mehr in Frage kam. Teile der folgenden Törnplanung könnten von diesem Faktor noch beeinflußt werden ("stay tuned!").
Nach ausführlicher Sicherheitseinweisung und dem Vertrautmachen mit den Gegebenheiten des Schiffes für die neuen Crewmitglieder konnten wir schließlich starten und fuhren erstmal einen Teil der gestern gefahrenen Strecke wieder zurück, bis wir in die äußeren Schärenregionen kamen. Dort tasteten wir uns langsam vor nach Norden. Bei einigen Windböen offenbarten sich schwerwiegende Probleme bei der Lagerung von Individualgepäck in der Damenkoje. Am späten Nachmittag erreichten wir eine gut gefüllte Bucht, in der auch wir Anker warfen, weil wir uns hier vor den Unbillen nächtlicher Winddrehungen sicher fühlten. Nach Kuchen, einem mutigen Bad dreier Besatzungsmitglieder mit Test der wiederverwendbaren Rettungsmittel und einem leckeren Gyros mit Tsatziki entschlossen wir uns, aufgrund drehenden Windes unseren Ankerplatz um wenige Meter zu verlegen. Leider gestaltete sich das Vorhaben in der hereinbrechenden Nacht zwischen dutzenden anderer Ankerlieger schwieriger als geplant, so daß sich unsere Position am Ende nur wenig geändert hatte. Dennoch konnten wir eine Verbesserung vermerken. Wegen um sich greifender Müdigkeit, insbesondere unter denen, die die Nacht durch gefahren waren, verloschen bald die Lichter an Bord und es waren nur noch einige leise Gespräche durch die Dunkelheit zu hören. ob |