Ostsee 2003

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Tag 11 - 18.08.2003

Smögen - Grebbestad

Wir gingen den heutigen Morgen gewohnt ruhig an. Als Highlight machte Susi uns Crepes zum Frühstück, die auch sehr gut weggingen. Nach gemächlichem Ordnung Schaffen an Bord verließen wir Smögen mit einem Tagesziel weiter nördlich, wir wollten den Sotenkanal und den Hamburgsund durchqueren.

Bei der Ausfahrt aus Smögen fiel uns am Ufer ein Fischkutter mit dem typischen Erkennungszeichen für frischen Fang auf: Möwen. Folglich unterbrachen wir die Fahrt und setzten Bea und Micha an Land ab, um Fisch aufzutreiben. Leider blieben die Bemühungen erfolglos, obwohl wir zur Motivation die ein oder andere Runde im Hafenbecken drehten.

Nach der Ausfahrt hatte die Navi ein wenig zu tun, weil Susi von Niko angelernt wurde; daher drehten wir in den Außenschären noch eine kleine Ehrenrunde unter Segeln, aber bei dem angenehmen Wind war das kein Problem, eher eine Freude.

Die Fahrt verlief angenehm, nur unter Genoa segelten wir mit 4-6 Knoten durch die Schärengewässer. Dann erreichten wir den Sotenkanal. Die Enge zwischen den Felsen war beeindruckend - und ebenso die Drehbrücke, die offenstand, als wir kamen und sich hinter uns schloß.

Auch nach der Ausfahrt aus dem Kanal kamen wir nur kurzfristig in breitere Fahrwasser, bevor wir in den Hamburgsund einliefen, in dem die Platzverhältnisse nicht ganz so beengt wie im Kanal sind, aber schon deutlich enger als in den üblichen Schärengewässern. Landschaftlich bietet diese Fahrt viele Reize.

Die Anmerkung zur Kabelfähre im Hamburgsund, daß man mit bis zu 2,5 Metern Tiefgang auch während der Fahrt der Fähre diese passieren könne, sollte man im besten Fall für die Passage hinter der Fähre ernst nehmen: Als wir passiert hatten, fuhr die Fähre hinter uns los, dabei schoß das dicke Kabel auf eine Höhe von bis zu einem halben Meter peitschengleich aus dem Wasser.

Am Rande des Ufers konnten wir noch einige Projekte bewundern. Zum einen ein Holzhaus im Bau, dessen bauweise durch unser bordeigenes Architektenteam sofort fachkundig kommentiert wurde, zum anderen diverse Schiffswracks, deren Aufbau zum Lebenswerk ausgeartet wäre. Abmalen und Neubauen wäre wohl in den meisten Fällen die bessere Variante gewesen.

Nach dem Festmachen in Grebbestad gingen wir auf Wandertour, um kulturelle und rituelle Stätten der Ureinwohner (die, die noch vor den Wikingern da waren) zu besichtigen. Im Viererteam folgten wir dem Weg des Labyrinths, um gute Vorzeichen für den Einkauf von Fisch in den kommenden Tagen zu schaffen. Nach einem weiteren Marsch fanden wir schließlich noch eine alte Grabstätte.

Nach dem Aufsuchen des heimischen Supermarktes (an den Öffnungszeiten der Dorfsupermärkte in Schweden sollte man sich in Deutschland mal ein Beispiel nehmen!) konnten wir dann auf dem Schiff das Abendessen vorbereiten: Kartoffeln mit Quark und für die ganz harten noch Leverpastej dazu. Vorweg gab es einen sehr hübsch angerichteten Salat.

Bei einem Gläschen Wein besprachen wir den kulturellen und seglerischen Plan für den nächsten Tag. Vermutlich werden wir aufgrund des zu erwartenden Wetters bereits morgen Mittag in Richtung Skagen aufbrechen, nachdem die Kulturcrew von der Besichtigung der Steinmalereien zurückgekehrt ist. Damit könnte morgen ein langer und anstrengender Seetag werden.

ob

Smoegen Drehbruecke Kulturausflug

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Martin Heine/Segelcrew Ostsee
Last modified: Fri Sep 12 14:53:14 CEST 2003