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Wir gingen den heutigen Morgen gewohnt ruhig an. Als Highlight
machte Susi uns Crepes zum Frühstück, die auch sehr gut
weggingen. Nach gemächlichem Ordnung Schaffen an Bord
verließen wir Smögen mit einem Tagesziel weiter nördlich,
wir wollten den Sotenkanal und den Hamburgsund durchqueren.
Bei der Ausfahrt aus Smögen fiel uns am Ufer ein
Fischkutter mit dem typischen Erkennungszeichen für
frischen Fang auf: Möwen. Folglich unterbrachen
wir die Fahrt und setzten Bea und Micha an Land ab,
um Fisch aufzutreiben. Leider blieben die Bemühungen
erfolglos, obwohl wir zur Motivation die ein oder
andere Runde im Hafenbecken drehten.
Nach der Ausfahrt hatte die Navi ein wenig zu tun,
weil Susi von Niko angelernt wurde; daher drehten wir
in den Außenschären noch eine kleine Ehrenrunde
unter Segeln, aber bei dem angenehmen Wind war das
kein Problem, eher eine Freude.
Die Fahrt verlief angenehm, nur unter Genoa segelten
wir mit 4-6 Knoten durch die Schärengewässer. Dann
erreichten wir den Sotenkanal. Die Enge zwischen den
Felsen war beeindruckend - und ebenso die Drehbrücke,
die offenstand, als wir kamen und sich hinter uns
schloß.
Auch nach der Ausfahrt aus dem Kanal kamen wir nur
kurzfristig in breitere Fahrwasser, bevor wir in den
Hamburgsund einliefen, in dem die Platzverhältnisse
nicht ganz so beengt wie im Kanal sind, aber schon
deutlich enger als in den üblichen Schärengewässern.
Landschaftlich bietet diese Fahrt viele Reize.
Die Anmerkung zur Kabelfähre im Hamburgsund, daß man
mit bis zu 2,5 Metern Tiefgang auch während der Fahrt
der Fähre diese passieren könne, sollte man im besten
Fall für die Passage hinter der Fähre ernst nehmen:
Als wir passiert hatten, fuhr die Fähre hinter uns los,
dabei schoß das dicke Kabel auf eine Höhe von bis zu
einem halben Meter peitschengleich aus dem Wasser.
Am Rande des Ufers konnten wir noch einige Projekte
bewundern. Zum einen ein Holzhaus im Bau, dessen bauweise
durch unser bordeigenes Architektenteam sofort fachkundig
kommentiert wurde, zum anderen diverse Schiffswracks,
deren Aufbau zum Lebenswerk ausgeartet wäre. Abmalen und
Neubauen wäre wohl in den meisten Fällen die bessere
Variante gewesen.
Nach dem Festmachen in Grebbestad gingen wir auf Wandertour,
um kulturelle und rituelle Stätten der Ureinwohner (die, die
noch vor den Wikingern da waren) zu besichtigen. Im Viererteam
folgten wir dem Weg des Labyrinths, um gute Vorzeichen für
den Einkauf von Fisch in den kommenden Tagen zu schaffen.
Nach einem weiteren Marsch fanden wir schließlich noch eine
alte Grabstätte.
Nach dem Aufsuchen des heimischen Supermarktes (an den
Öffnungszeiten der Dorfsupermärkte in Schweden sollte man
sich in Deutschland mal ein Beispiel nehmen!) konnten
wir dann auf dem Schiff das Abendessen vorbereiten:
Kartoffeln mit Quark und für die ganz harten noch Leverpastej
dazu. Vorweg gab es einen sehr hübsch angerichteten Salat.
Bei einem Gläschen Wein besprachen wir den kulturellen und
seglerischen Plan für den nächsten Tag. Vermutlich werden
wir aufgrund des zu erwartenden Wetters bereits morgen
Mittag in Richtung Skagen aufbrechen, nachdem die
Kulturcrew von der Besichtigung der Steinmalereien
zurückgekehrt ist. Damit könnte morgen ein langer und
anstrengender Seetag werden.
ob
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