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Tag 13 - 20.08.2003Lysekil - Mossholm
Nach einem ausführlichen Frühstück mußten wir aufgrund der mangelnden Funktion unseres Wetterempfängers das Internet nach neuesten Wetterinfos befragen. Der westliche Wind von sechs bis sieben Beaufort, brachte uns erst nach einer reiflichen Diskussion der Lage zu der Entscheidung, daß wir den Weg in Richtung Süden wagen würden. Wir legten das Groß ordentlich zusammen, da wir es heute nicht brauchen würden. Die Crew machte sich (im wesentlichen) fertig, um die Passagen auch durch die stürmischen Außenschären zu wagen. Schon die Ausfahrt aus dem Hafen bescherte uns heftigen Wellengang und guten Wind, doch das war wenig gegen das, was uns später noch erwartete: Wellen, die das Inventar und den schlafenden Olli kräftig durcheinanderschüttelten. Von Zeit zu Zeit war das Fahrwasser dermaßen eng, daß nur noch der kurze Einsatz der Maschine half, um dagegen anzukommen. Zwischendurch fuhren wir durch Passagen bei denen wir uns ernsthaft fragten, ob unser Boot da hindurchpasst. Vier Stäbchen davor und vier Stäbchen dahinter, und es passte doch.
Leider hat der Wind immer mehr zugenommen, so daß wir gegen 15:00 Uhr bei Windstärken von sechs bis sieben, in Böen acht, beschlossen, einen sicheren Hafen anzusteuern. Nach einem schwierigen Anlegemanöver in Massholm, bei dem uns ein freundlicher schwedischer Segler noch durch das Versetzen seines Bootes etwas mehr Platz verschaffte, machte sich ein Teil der Crew zur Ortserkundung auf, während der andere Teil die Gunst der Stunde nutzte - und schlief. Am Abend nach dem Essen sitzen wir bei einem Glas Wein und erzählen uns Seglergeschichten. Ein lustiges Zwischenspiel lieferten uns Susi und Martin S., die sich in eleganten (oder auch manchmal nicht ganz so) Verrenkungen versuchten von einer kleinen Fesselung zu befreien - beliebtes Seglerspiel. Erst mit dem rettenden Einfall von Niko gelang die Aktion allerdings nach mehr als zehn Minuten. Auch eine Runde Skat ist noch angesagt, bevor es gilt, in einer stürmischen Nacht, in der der Wind schon ohne Segel das Boot auf die Seite neigt, Ruhe zu finden. Einsam im Mast weht noch eine Hose zum Trocknen, da diese bei der nassen Luft aber trotz Windes keinerlei Tendenz zum Trocknen zeigt, wird auch diese die Nacht innen verbringen. ob/sb
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