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Der heutige Tag begann mit dem, was ihn prägen sollte:
Regen. das Frühstück brachten wir schnell hinter
uns, denn Martin hatte beschlossen, daß wir heute einige
Meilen schaffen sollten und den morgens abgeflauten Wind
nutzen könnten. Wasser nachbunkern oder ähnlich schöne
Dinge mußten daher leider ausfallen.
Das Ablegen verlief im Prinzip ganz gut. "Im Prinzip"
deswegen, weil aus unbekanntem Grunde ein Fender nach
dem Verlassen unseres Platzes leider nicht an Bord,
sondern im Wasser war. Und so mußten wir an einer anderen,
etwas besser zugänglichen Stelle des Steges nochmals an
diesen heranfahren, um Michael mit dem Enterhaken
abzusetzen. Obwohl sich niemand an Land traute zu
grinsen oder wir das zumindest nicht sahen, vermuteten
wir entsprechende Reaktionen bei unseren Stegnachbarn:
Während Martin vermutete, der Fender sei ganz schön
weit getrieben, mußten wir ihn leider darüber informieren,
daß dies ein weiterer Fender sei.
Nach dem Auslaufen gingen die Dinge glatter, wir
setzten die Genoa und zogen entlag der Küste nach
Süden, teilweise im Schutz der Schären, teilweise
aber auch unter dem recht direkten Einfluß des
Windes und der noch stehenden Welle der letzten Tage.
Der Regen begeleitete und, mal stärker, mal weniger
stark über die ganze Zeit.
Wir passierten Marstrand - im Regen - unter Segeln
und fuhren in den Kanal ein. Hinter der engen
Passage erwartete uns wieder offeneres Wasser.
Vor uns zog ein großes dunkelgroßes Regengebiet
vorbei, von dem wir zum Glück nur die Ausläufer
mitbekamen.
Wir kreuzten die große EInfahrt zum Göteborger Hafen,
Martin zauberte mit Ollis Hilfe Backpflaumen im
Schinken-Speck-Mantel als kleinen Snack zurecht,
bevor es südlich von Göteborg wieder in die etwas
unruhigeren Außenschären ging. Naß wurde es aber
dennoch im wesentlichen von oben.
Das Anlegen in unserem Zielhafen Lerkil gestaltete
sich schwieriger als erwartet, weil die als frei
gekennzeichneten Boxen deutlich zu kurz für uns
waren. Nach Rücksprache mit dem Hafenmeister legten
wir uns längsseits an die Außenmole - neben eine
große Kühlbox, der man ihre nicht vorhandene Eignung
zum Betrieb außerhlab von Gebäuden deutlich ansah.
Der Inhalt regste uns nicht zum Kochen von Fischgerichten
an und so griffen wir auf Kartoffelsuppe zurück.
Das den ABend bestimmende Thema war dann die Aufteilung
der Münzen zum Duschen: Eine Krone für 40 Sekunden
Duschvergnügen stellte eine weitere Kategorie in der
Rubrik der Regelungen dar.
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