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Tag 17 - 24.08.2003Lerkil - Grenaa
Heute Nacht wurden einige, insbesondere Martin, durch die ortsansässige Dofjugend geweckt. Ein besonders aufgewecktes Exemplar derselbigen nämlich kam mit seinem nicht gerade leisen Motorroller auf die Mole und hatte nichts besseres zu tun, als unser Landstromkabel, speziell den Teil mit dem Verbindungsstecker des Verlängerungsteils, ins Hafenbecken zu befördern. Der vieleicht erwartete Effekt trat dank des doppelt vorhandenen FI Schutzschalters natürlich nicht auf, dafür ein anderer Überraschungseffekt, nämlich Martin, der auf dem Deck erschien und den Dorftrottel damit ad hoc zur Flucht auf seinem tosenden Gefährt veranlaßte. Martin trocknete nachts um drei das Kabel noch so weit, daß der FI nicht mehr auslöste. Ein weitere Überraschung brachte der Morgen in Lerkil für uns dann noch: Die Fahnen hingen schlaff von den Masten, das Meer war spiegelglatt. Mit nur fünf Knoten wehte ein laues Lüftchen. Der Hafen Lerkil liegt bei nördlichen Winden in der Landabdeckung, auf See war ein wenig mehr Wind zu sehen. Das Frühstück ging schnell von statten, dann machten wir die eXtra fast II seeklar und verließen alsbald den Hafen.
Auf See war wirklich mehr Wind, mit ungefähr 15 Knoten Wind konnten wir beim raumschots Kursen zwischen den letzten Ausläufern der Schären auf das offene Kattegat segeln. Dort setzten wir dann erstmal den Spinnaker und segelten (laut MAX Anzeige der Logge) mit bis zu 9 Knoten Fahrt durch's Wasser bei zunehmendem Wind und zunehmender Welle in Richtung südwest. Kurz vor dem großen Schiffahrtsweg bargen wir den Spi wieder: Wind und Welle hatten soweit zugenommen, daß uns das sicherer erschien und die Manövrierfähigkeit beim Kreuzen eines Schiffahrtsweges wollten wir auch nicht durch die 138 Qudadratmeter eingeengt wissen. Mit immernoch im Schnitt mehr als sieben Knoten passierten wir Anholts westliche Untiefe und zogen weiter in Richtung der dänischen Küste. Wir hatten Kurs auf Grenaa abgesetzt und uns auch endgültig für diesen Hafen entschieden. Damit haben wir heute über 60 Seemeilen zurückgelegt, eine deutliche Steigerung gegenüber den letzten beiden Tagen im Hafen. In Grenaa gönnten wir uns ersteinmal das, was man sich in Dänemark nach der Ankunft eben gönnt: Dänische Hot Dogs! Schon ald danach folgte das reguläre Abendessen und die abendliche Skatrunde begann ihr Spiel. ob |