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Tag 18 - 25.08.2003Grenaa - Großer Belt
Der heutige Tag begrüßte uns nicht mit viel Wind, eher deutlich zu wenig: Fünf bis zehn Knoten waren angesagt. Martin war sehr früh aufgestanden und hatte es geschafft, acht fangfrische Schollen bei der lokalen Fischereigenossenschaft zu kaufen. Der Beutel mit viel Fisch und noch mehr Eis lagerte bereits im Kühlschrank, als der größte Teil der Crew aus den Schlafsäcken kroch. Die Diskussion um die Frage nach dem nächsten Etappenziel hatte entschiden, daß wir durch den kleinen Belt gen Süden laufen würden. Es handelt sich hierbei zwar um eine geringfügig längere Fahrt, allerdings ist sie landschaftlich schöner die Hälfte der Crew hatte ja den großen Belt bereits durchquert. Weiter nach Osten wollten wir aus sicher verständlichen Gründen nicht mehr. Unser Kurs und der Wind erlaubte uns, den Spi ein weiteres mal anzuschlagen. Aber selbst mit Segelfläche diesen Ausmaßes schafften wir bei dem wenigen Wind selten mehr als sechs Knoten. Der Kurs wurde zwischendurch so ungünstig, daß wir gezwungen waren, den Spi zu bergen. Wir versuchten später nocheinmal unter Spi vorwärts zu kommen, aber der weiter abnehmende und vor allem in Richtung ostsüdost drehende Wind (entgegen jeder Wettermeldung!) machten jeglichen Spivorteil schon nach kurzem wieder zunichte. So änderten wir den Plan dahingehend, doch durch den Großen Belt zu gehen und vorher vor Anker uns dem Fisch zu widmen. Wir ankerten in einer Bucht bei Langör, wo Martin den Fisch zubereitete. Das Ausnehmen und waschen war ein Festakt für die Möwen, die sich schnell in großer Anzahl um uns herum sammelten. Jeder konnte die Scholle wahlweise gebraten oder im Ofen in Alufolie gebacken haben. Dazu gab es Michaels legendären warmen Kartoffelsalat. Zum Glück hatte sich die Menge der offenbar in Grenaa an Bord gelangten Fliegen bis zu diesem Zeitpunkt durch geeignete Maßnahmen deutlich verringert. Wir mußten unsere Ankerbucht bei Sonnenuntergang um 20:30 Uhr verlassen, da die Ausfahrt durch den unbefeuerten Tonnenstrich bei Dunkelheit nicht sicher gewesen wäre. Weil noch etwa 45 Seemeilen vor uns lagen, teilten wir die Wachen ein, um durch die Nacht bis in den Morgen hinein in Richtung Großer Belt zu fahren, Korsoer war als Zielhafen geplant. Leider mußten wir bei nur noch vier Knoten Wind einen Teil der Strecke unter Maschine zurücklegen, was das Schlafen nicht gerade einfacher machte, insbesondere in den Achterkabinen direkt neben dem Motor. Zum Glück frischte der Wind dann auf etwa 20 Knoten auf, so daß wir mit konstanten acht Knoten und in Surfs deutlich über neun vorankamen. ob
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