Ostsee 2003

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Tag 21 - 28.08.2003

Spodsbjerg - Burgtiefe

Wegen Überfüllung war an Duschen so gut wie nicht zu denken, viele machten sich heute von Spodsbjerg auf den Weg. Das Frühstück glich eher einem - immernoch recht umfangreichen - Resteessen. Insgesamt war es recht ruhig an Bord. Ein Blick nach draußen offenbarte, daß wir heue mit sehr wenig Wind zu rechnen hatten.

Gegen halb elf machten wir uns auf den Weg. Nach Verlassen des Hafens setzten wir die Segel. Der zu haltende Kurs war nicht günstig, die Geschwindigkeit nicht berauschend, die Geschwindigkeit über Grund nocheinmal deutlich geringer durch einen starken Gegenstrom. So mußten wir nach einigen Meilen unter Segeln irgendwann doch wieder auf die Hilfe des Diesels zurückgreifen, weil uns eine Ankunftszeit am Morgen des nächsten Tages kurz vor der Übergabe nicht recht sein konnte.

Nach einer Stärkung - Fehmarn war schon lange in Sichtweite - hatten wir dann aber doch noch Wind, der es uns erlaubte, unter Segeln deutlich ruhiger voranzukommen. Die Außentemperatur war auf ein Maß gesunken, das selbst Martin vorübergehend dazu veranlaßte, über deinem T-Shirt einen Wollpullover zu tragen, der Rest der Crew war beim Aufenthalt außen schon länger auf dicke Kleidung, teilweise Handschuhe oder Schlafsäcke umgestiegen.

Als uns bei Fehmarn die nächste Flautenzone erreichte, beschlossen die beiden Martins, daß dies ein guter Zeitpunkt wäre, den Badefender auszubringen und ein - für diesen Urlaub letztes - Bad in der Ostsee zu wagen. Ein interessantes Bild ergab sich, weil Niko mit Wollhandschuhen und Jacke neben den beiden nur mit Badehosen bekleideten Martins irgendwie deplaziert wirkte. Oder aber die beiden mit Badehosen bekleideten Martins vor der dunkelgrauen Wetterwand im Hintergrund. Das Bad war für die vorherrschenden Temperaturen doch recht ausgiebig und endete mit einem Test der weiterer Rettungsmittel: Da Nikos Rettungsweste zur Inspektion mußte, stellte sie sie für einen Versuch ur Verfügung. Martin H. sprang mit der Weste ins Wasser und tauchte einige Sekunden später nach erfolgreicher Auslösung auch wieder auf.

Im Rahmen der weiteren Fahrt ergab sich mit einem Blick auf's Wasser die Frage: Wie vermehren sich eigentlich Quallen? - Die Antwort gab uns nach kurzer Recherche im Netz Verena telefonisch und per Mail:

Wissensbox

Die Qualle ist die geschlechtliche Generation der Nesseltiere. Generationen am Beispiel der Ohrenqualle: Die im Zentrum der Ohrenqualle angeordneten 4 rosafarbenen Halbkreise sind die Geschlechtsorgane des Tieres. Aus den befruchteten Eiern der Qualle entstehen kleine frei umherschwimmende Planula-Larven, die sich auf eine feste Unterlage festsetzen und kleine Becher-Polypen mit Fangarmen bilden. Diese Polypen wachsen im Frühjahr als ungeschlechtliche Generation heran. Sie stoßen als Querteilung (Strobilationen) ringförmige Scheiben ab, die wie ein Stoß Teller ineinander geschachtelt sind. Die Scheiben schwimmen davon und beginnen ihr Eigenleben als Ohrenquallen. Die Vermehrung der anderen Scheibenquallen vollziehen sich ähnlich.

Danach motorten wir durch die Fehmarnsundbrücke in Richtung Burgtiefe. Wir tankten Diesel nach und legten die eXtra fast II dann in ihren Liegeplatz. Das Deck wurde gespült, alles klariert. Neben dem Essen wird schon kräftig aufgeräumt und gepackt.

ob

Martin im Freiflug Graue Wetterwand

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Martin Heine/Segelcrew Ostsee
Last modified: Sun Oct 26 14:06:10 CET 2003