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Wegen Überfüllung war an Duschen so gut wie nicht zu denken,
viele machten sich heute von Spodsbjerg auf den Weg. Das
Frühstück glich eher einem - immernoch recht umfangreichen -
Resteessen. Insgesamt war es recht ruhig an Bord. Ein
Blick nach draußen offenbarte, daß wir heue mit sehr wenig
Wind zu rechnen hatten.
Gegen halb elf machten wir uns auf den Weg. Nach Verlassen
des Hafens setzten wir die Segel. Der zu haltende Kurs war
nicht günstig, die Geschwindigkeit nicht berauschend, die
Geschwindigkeit über Grund nocheinmal deutlich geringer
durch einen starken Gegenstrom. So mußten wir nach einigen
Meilen unter Segeln irgendwann doch wieder auf die Hilfe
des Diesels zurückgreifen, weil uns eine Ankunftszeit
am Morgen des nächsten Tages kurz vor der Übergabe nicht
recht sein konnte.
Nach einer Stärkung - Fehmarn war schon lange in Sichtweite -
hatten wir dann aber doch noch Wind, der es uns erlaubte,
unter Segeln deutlich ruhiger voranzukommen. Die Außentemperatur
war auf ein Maß gesunken, das selbst Martin vorübergehend
dazu veranlaßte, über deinem T-Shirt einen Wollpullover
zu tragen, der Rest der Crew war beim Aufenthalt außen
schon länger auf dicke Kleidung, teilweise Handschuhe oder
Schlafsäcke umgestiegen.
Als uns bei Fehmarn die nächste Flautenzone erreichte,
beschlossen die beiden Martins, daß dies ein guter
Zeitpunkt wäre, den Badefender auszubringen und ein
- für diesen Urlaub letztes - Bad in der Ostsee zu
wagen. Ein interessantes Bild ergab sich, weil Niko
mit Wollhandschuhen und Jacke neben den beiden nur mit
Badehosen bekleideten Martins irgendwie deplaziert
wirkte. Oder aber die beiden mit Badehosen bekleideten
Martins vor der dunkelgrauen Wetterwand im Hintergrund.
Das Bad war für die vorherrschenden Temperaturen doch
recht ausgiebig und endete mit einem Test der weiterer
Rettungsmittel: Da Nikos Rettungsweste zur Inspektion
mußte, stellte sie sie für einen Versuch ur Verfügung.
Martin H. sprang mit der Weste ins Wasser und tauchte
einige Sekunden später nach erfolgreicher Auslösung
auch wieder auf.
Im Rahmen der weiteren Fahrt ergab sich mit einem
Blick auf's Wasser die Frage: Wie vermehren sich
eigentlich Quallen? - Die Antwort gab uns nach
kurzer Recherche im Netz Verena telefonisch und per
Mail:
Wissensbox
Die Qualle ist die geschlechtliche Generation der
Nesseltiere. Generationen am Beispiel der Ohrenqualle:
Die im Zentrum der Ohrenqualle angeordneten 4
rosafarbenen Halbkreise sind die Geschlechtsorgane des
Tieres. Aus den befruchteten Eiern der Qualle
entstehen kleine frei umherschwimmende Planula-Larven,
die sich auf eine feste Unterlage festsetzen und kleine
Becher-Polypen mit Fangarmen bilden. Diese Polypen
wachsen im Frühjahr als ungeschlechtliche Generation
heran. Sie stoßen als Querteilung (Strobilationen)
ringförmige Scheiben ab, die wie ein Stoß Teller
ineinander geschachtelt sind. Die Scheiben schwimmen
davon und beginnen ihr Eigenleben als Ohrenquallen.
Die Vermehrung der anderen Scheibenquallen vollziehen
sich ähnlich.
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Danach motorten wir durch die Fehmarnsundbrücke in
Richtung Burgtiefe. Wir tankten Diesel nach und
legten die eXtra fast II
dann in ihren Liegeplatz. Das Deck wurde gespült,
alles klariert. Neben dem Essen wird schon kräftig
aufgeräumt und gepackt.
ob
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