Ostsee 2004

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Tag 7 - 14.08.2004

Väggahamn - Tjärö

Für den heutigen Tag passte sicher das Sprichwort "Des einen Freud, des anderen Leid." Für Wolfgang, Manfred, Torsten und Olli hieß es schon gestern Abend die Sachen packen und sich mit dem Gedanken anfreunden, dass für sie der Urlaub mit dem heutigen Tage endet. Für Jule, Susi und Kent war es genau umgekehrt, sie waren gestern Abend in Berlin losgefahren, um via Rostock und Trelleborg zu uns zu stoßen.

Schon früh waren Aktivitäten im Boot zu verzeichnen, die letzten Sachen wurden gepackt und das letzte Frühstück an Bord vorbereitet. Dazu erkundeten Micha und ich die Umgebung des Hafens auf der Suche nach einem Bäcker. Leider war das einfacher gesagt, als getan. Auf einem Campingplatz wurden wir fündig, jedoch waren wir etwas früh dran und mussten ein paar Minuten warten. Dafür konnten wir dann auch ofenwarme Brötchen in Empfang nehmen. An Bord war schon alles für ein Frühstück zu neunt vorbereitet, doch hatte ich kurz zuvor eine SMS von Jule empfangen, dass sie "erst" um 07:25 Uhr in Schweden angekommen waren, so dass nich vor 10:00 Uhr mit ihrem Eintreffen zu rechnen war. Also frühstückten wir ohne die "Neuen".

VW-Caddy

Gegen 10:30 Uhr traf der vom VW Autohaus am Bahnhof Teltow zu sehr guten Konditionen zur Verfügung gestellte Caddy in Väggahamn ein. Nach einer kurzen Begrüßung wurden die frischen Lebensmittel und die Seesäcke von den Dreien aus- und die Sachen der anderen eingeladen wurden. Micha entwicklte eine ausgeklügelte Technick, um den Kühlschrank zu bestücken, während Jule und ich die Badewanne (kein Witz, die Dehler 43cws verfügt in der Vorschiffskoje tatsächlich über eine Badewanne!) mit Getränken füllten.

Noch bevor dieser Vorgang ganz abgeschlossen war, hatten sich die Heinreisenden sortiert und über die Fahrtroute geeinigt. Nach einer kurzen Verabschiedungszeremonie entschwand der Caddy so schnell, wie er gekommen war. Nach dem Verstauen der Lebensmittel und der persönlichen Sachen war ziemlich schnell klar, dass wir noch einen Schlag segeln wollten. So folgte die Sicherheitseinweisung und die Erklärung des Schiffs. Als Ziel hatten wir und (mal wieder) Tjärö auserkoren. Nach einem schönen Schlag durch das "Binnenfahrwasser" kamen wir in die Bucht, die wir zwei Tage zuvor verlassen hatten, weil wir am Gästesteg keine ausreichende Wassertiefe vorgefunden hatten.

Heute wollten wir es mit der klassischen, schwedischen Methode, Heckanker und Bug an der Schäre versuchen. Also setzten wir Jule an einer Stelle mit entsprechenden Landhaken ab und fuhren selbst noch eine Runde, um den Heckanker zu klarieren. Als wir soweit waren, ließ Micha den Anker fallen und wir fuhren auf unseren Landungsplatz zu. Im ersten Augenblick sah es so aus, als wenn der Anker halten wollte. Aber sobald ein wenig mehr Last auf den Anker kam slippte er. Also fuhren wir einen weiteren Anlauf, nicht ohne jedoch vorher etliche Kilo an Seegrass aus dem Anker zu klauben. Ich brauch glaube ich nicht zu erwähnen, dass auch dieser Anlauf nicht viel besser verlief. Einige Versuche später und nach dem wir etliche "Hektar" Seegrasswiese gemäht hatten, waren wir schon dabei aufzugeben und schickten Jule an einen Steg, wo wir sie aufnehmen konnten.

Bullerbübucht

Dort gab uns ein Schwede, der unsere Versuche beobachtet hatte den Hinweis, dass auf diesem Grund der Danfort Anker überhaupt nicht hält. Also beschlossen wir einen letzten Versuch mit unserem Buganker zu fahren. Vorher loteten wir aus, ob wir mit dem Heck so dicht an den Steg heran konnten. Da von dieser Seite nicht gegen ein Ankermanöver sprach ließen wir in ausreichender Entfernung zum Steg den Buganker fallen und dieser fasste auf Anhieb.

So kamen wir doch noch zu einem netten Besuch der in der Yacht als Abbild von Bullerbü beschriebenen Schäre und zu einem netten Plausch mit unseren Nachbarn, die uns den einen oder anderen Hinweis für eine nette Ankerbucht gaben.


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Martin Heine/Segelcrew Ostsee
Last modified: Thu Aug 26 23:58:40 CEST 2004