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Tag 8 - 15.08.2004Tjärö - KarlskronaWährend der Rest an Bord noch seinen Träumen frönt, habe ich mich gerade daran gemacht, den gestrigen Tagesbericht zu verfassen. Doch je höher die Sonne über die Schäre steigt, um so weniger Lust habe ich vor dem Rechner zu sitzen und den Tagesbericht zu tippen. Und wenn ihr denkt, es gibt jetzt wirklich noch etwas, was mich davon abhält ins Wasser zu springen, so muss ich euch enttäuschen. Es geht nichts über ein Bad in einer Schäre in der Morgensonne!!!! Ich wünsche euch einen sonnigen Tag Seit den letzten Zeilen sind einige Stunden vergangen und wir haben ein paar Meilen zwischen uns und Tjärö gebracht. Trotz des schönen Wetters mussten wir im Schiff frühstücken. Ein erster Versuch die Kostbarkeiten auf dem Cockpittisch aufzubauen scheiterte an der fliegenden Inselbevölkerung. Binnen weniger Minuten war der Tisch mit Wespen übersät. (Na, Olli das wäre doch das richtige Ambiente für Dich...)
Wir folgten dann unserem Plan weiter gen Osten zu ziehen. In Anbetracht der Windvorhersagen entschieden wir uns die Genua als Beseglung. Unser Weg führte uns durch das Binnenfahrwasser mit einigen navigatorisch anspruchsvollen Passagen. Als wir dann in das Fahrwasser Richtung Rönneby einbogen, hatte der Wind mittlerweile zu einer guten 6 aufgefrischt. Da wir am Abend vorher von unseren Nachbarn die Empfehlung bekommen hatten den Yachthafen westlich von Rönneby anzulaufen, wollten wir uns das auch nicht entgehen lassen, obwohl weder im Hafenhadbuch, noch in der Seekarte nähere Angaben über die tiefe der Bucht zu finden waren. Aber wie hieß es doch am Abend vorher "...mit 2m kommt ihr dort ganz locker rein.." und auch die Segler, die uns entgegen kamen, sahen so aus, als wenn sie einen vergleichbaren Tiefgang gehabt hätten. Doch schon auf dem Weg zum Anleger waren wir geneigt unserem Echolot nicht unbedingt Glauben zu schenken. Die Tiefen, die es anziegte waren weit davon entfernt den Hafen für uns als ideal zu bezeichnen. So gaben wir dann auch nach dem zweiten Anlauf auf und die braune Wolke, die sich nach unserem Wendemanöver an der Wasseroberfläche zeigte gab uns zweifelsohne Recht.
Nach kurzem Studium der Karte und des Hafenhandbuches
war klar, außer Karlskrona gab es keinen Hafen, der für
unseren Tiefgang geeignet ist. Wir steckten den Kurs ab
und der Ritt konnte beginnen. Sobald wir die geschützten
Schärengewässer verlassen hatten konnten wir wirklich
von einem Ritt sprechen. Die betonnte Rinne führte uns
auf einen Kurs genau gegenan, so dass wir uns den Weg
mit der Maschine erarbeiten mussten, bis wir abfallen
und auf die Drehbrücke bei Hasslöbrön zu steuern
konnten. Per Funk meldeten wir uns bei der
Brückenkontrolle an, die dann die Brücke kurz nach
unserem Eintreffen öffnete, so dass sich die Zahl
unserer Warteschleifen in einem überschaubarem Rahmen
hielt. Hinter der Brücke erwartete uns ein wellenfreies
Fahrwasser. Bis wir jedoch den Hafen von Kalrskrona
erreichten, galt es noch einige alte Festungsbauten zu
umschiffen.
mh |