Ostsee 2004

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Tag 18 - 25.08.2004

Gedser - Hafentag

Kabelsalat

Ungewöhnlich lange herrschte heute Ruhe im Schiff. Erst gegen 07:30 Uhr waren die ersten Regungen zu hören. In Anbetracht der Windgeschwindigkeiten, die wir auf unserem Windinstrument ablesen konnten, waren wir froh, uns heute einen Hafentag gönnen zu können. Noch vor dem Frühstück konnten wir die ersten mehr oder minder eleganten Ablegemanöver einiger Crews beobachten. Ich glaube, das Highlight war eine Feeling, deren Crew die Leinen loswarf, dann aber nicht wie geplant rückwärts durch die Dalben hinausfahren konnte. Sie fanden sich postwendend im 90 Grad Winkel zur vorgesehenen Liegerichtung in der Boxengasse wieder. Der Steuermann machte aus der Not eine Tugend und fuhr innerhalb der Boxengasse rückwärts auf die Hafenausfahrt zu. Leider war die Gasse durch eine Spundwand vom freien Wasser abgetrennt, so dass er im nächsten Zug vorwärts aus einer der Boxen hinausfuhr, was ohne nennenswerte Spuren an der Scheuerleiste gelang. Note: "unkonventionell".

Nach einem sehr ausgiebigen Frühstück widmeten wir uns unserem Problem mit dem Landstrom. Die Stromanschlüsse an den Stegen sind "nur" mit 4 Ampere abgesichert, was für die Stromaufnahme unseres Ladegerätes eindeutig zu wenig war. Mit Hilfe des Landstromkabels unseres Nachbarn gelang es uns, eine Steckdose in einiger Entfernung anzuzapfen, ohne das Schiff verlegen zu müssen.

Handtücher im Wind

Den Rest des Tages verbrachten wir mit Lesen, Spaziergängen in den Ort und Spielereien an den Naviinstrumenten. Am Abend betätigte sich Thomas wieder als DJ und startete ein Musikquiz mit den Hits der 60, 70 und 80er.. Im Moment bläst der Wind gerade mal wieder das Gelcoat vom Laminat, aber da der Wetterbericht von abnehmenden Winden spricht, sehen wir einem entspannten Schlag nach Warnemünde ins Auge.

Martin hat natürlich in diesem Bericht seinen im wahrsten Sinne des Wortes coolen Stunt unterschlagen: Kurz vor dem Ablegen einer Bavaria 40 hebt eine freche Böe einem Crewmitglied das Cappi vom Kopf, das sanft ins Wasser segelt. Der Bootshaken kommt zu spät, Martin ruft nur: "JULE - Badehose!", ist in 2 sec. umgezogen und hat so endlich eine Entschuldigung, mal wieder in eiskaltem Wasser schwimmen zu gehen. Cappi gerettet (zum Dank setzte sich der Besitzer das Ding tropfnass wieder auf den Kopf), Skipper abgekühlt glücklich.

mh


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Martin Heine/Segelcrew Ostsee
Last modified: Fri Aug 27 00:00:11 CEST 2004