Ostsee Fruehjahr 2003

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Tag 6 - 04.06.2003

Zitat Mandy: "Ich kann das nicht sehen, ich habe nur 2 Hände."

Mutige Schwimmer

Nach dem Frühstück, ausnahmsweise ohne frische Brötchen, dafür mit Rosinenbrot, wurde mehr oder weniger schnell klar Schiff gemacht. Annette, Thomas und Verena überfielen nochmals kurz den Supermarkt und stockten die frischen Vorräte auf. Dann mussten noch die Postkarten zur Post gebracht werden und nun konnte der Ableger gefahren werden. Verena beschloss die Ausfahrt aus dem Hafen zu fahren und es suchte sich jeder seine liebste Position an Deck. Der Ausgang aus dem Hafengewässer war leicht erschwert, da zeitgleich mit uns ein Marineschiff auslief. Da wir jedoch brav warteten, und dieses Schiff vorgelassen haben, war die Irritation deswegen nur recht gering.

Für Verena zeigte dieser Morgen eindeutig zu wenig Wind und sie weigerte sich zunächst Segel setzen zu lassen. Nach einiger Diskussion gab sie nach, blieb aber bei ihrer Meinung, dass sich das nicht wirklich lohnen würde. Nach dem Setzen der Segel und einigen Halsenmanövern verschwand sie auch lieber unter Deck, um den Schlaf der letzten Nächte aufzuholen, da sie schon etwas unleidlich geworden war. Der Rest der Crew übte weiter das Halsen und beschloss bei dem wenigen Wind ein Boje-über-Bord Manöver zu fahren, um auch dieses Manöver mal geübt zu haben. (Laut Olli wurde dann weiter rumgedümpelt in der See und es passierte nichts weiteres spannendes bis:) Eine Horde Elefanten rannte wie aufgeschreckte Hühner übers Deck und weckte so wieder Verena. 'Kommt Verena auch mit baden?' 'Nein, die schläft fest und friedlich' 'Nein *grummel* ich bin wieder wach'.

Da wirklich kaum noch Wind und wenig Welle war, beschlossen Andi, Annette, Mandy und Olli doch noch mal die Ostsee auszutesten und gingen baden. Annette war die mutigste, sprang als erste ins Wasser und lies sich zum letzten Fender treiben. Andi suchte als nächster die Abkühlung im kalten Nass, gefolgt von Mandy. Als letzter hüpfte auch Olli ins kalte Nass und schwamm zum zweiten Fender, da Mandy ohne Brille nicht weit genug gucken konnte, um sich weiter als zum ersten Fender treiben zu lassen. Relativ schnell kletterten die mutigen Schwimmer jedoch wieder an Bord und beschlossen erstmal auf dem Vorschiff etwas zu trocknen. Andi nahm Astrid jedoch erstmal herzlich in die Arme, damit diese auch etwas von der kühlen Ostsee hatte.

Schmetterlingsraupe

Mehr oder weniger schnell segelten wir (mit bis zu 7 Knoten) Richtung Avernakø, unterwegs kamen wir noch in den Genuss zwei Grosssegler bestaunen zu können. Die Annäherung eines Schiffs der Küstenwache sorgte für etwas Verwirrung an Deck, doch drehte dieses weit vor uns ab und schien einfach nur Patrouille zu fahren. Der Hafen von Avernakø war leider nur unzureichend im Hafenhandbuch beschrieben, auch die Seekarte brachte nicht wesentlich mehr Auskunft. Es war klar, dass die Einfahrt nicht sonderlich tief sein würde. Verena übernahm auch diesmal das Steuer und verteilte die Rollen an Deck recht früh. Astrid als Engelchen half wieder, die Tiefe bereitete beiden doch langsam etwas Sorgen. Das Anliegemanöver ging jedoch relativ glatt, mit einigen Nachbesserungen. Die Hafenmeisterin stand schon bereit und hatte freundlicherweise direkt alle wichtigen Sachen dabei: Ein grünes Bändsel, das anzeigte, dass wir die Hafengebühr bezahlt hatten, Duschmünzen und eine Tüte zum bestellen der frischen Brötchen für den nächsten Morgen.

Blumenmädchen Kleine Meerjungfrau

Da der Hafen recht früh erreicht worden war, wurde beschlossen, dass ein Landgang anstand. Die komplette Crew wanderte einen Teil der Insel ab. Mandy zeigte sich extrem bewandert in Fauna und Flora, was Olli teilweise entzückte, teilweise jedoch beängstigte, besonders der Kontakt mit einer Raupe sorgte für helle Aufregung ("Raupen sind von Caterpillar, laut und fahren Leute über": Zitat Olli) Thomas schloss wieder Kontakte zur heimischen Katzenwelt. Zufälligerweise befand sich eine kleine Meerjungfrau auch auf dieser Insel. An der engsten Stelle der Insel angekommen, erwachte der Forschergeist bei Mandy, Olli und Verena, die erstmal auf den Steinstrand kraxelten und Minigarnelen fangen wollten, zum Bereicherung des Abendessen. Da dies nach einigen vergeblichen Versuchen jedoch aufgegeben werden musste, die Viecher waren einfach zu fix, und die Sonne ging auch langsam wieder unter, wurde der Rückweg angetreten.

Am Hafen angekommen bereitete das Wetter jedoch langsam Sorgen. Es zogen immer mehr dunkle Wolken auf, sicherheitshalber wurden alle Luken geschlossen. Zum Abendessen, die Kartoffeln waren vorm Spaziergang angesetzt worden, und es musste nur noch der Leberkäse gebraten werden, fing das Gewitter langsam an. Bei jedem Blitzschlag in der Nähe flackerte unser Beleuchtung kurz auf, fiel jedoch zum Glück nie aus. Nun wurde alles dicht gemacht und das Abendessen genossen. Die Lightshow draussen hörte etwa zum Ende des Abendessens wieder auf. An Bord war es unendlich heiss, wegen der Gefahr eines weiteren Gewitters wurden kaum Luken auf gemacht. Zu warm zum direkten Einschlafen wurde in allen Kojen noch geschnackt, langsam wurde es jedoch ruhiger.

Leberkäse mit Kartoffeln und Salat

Leberkäse mit Kartoffeln und Salat
  • Leberkäse
  • Kartoffeln
  • Eisbergsalat
  • Tomate
  • Gurke
  • Rukola
  • Käse
  • Salatkrönung
  1. Kartoffeln kochen (wenns unbedingt notwendig ist, dann kann man sie auch vorher pellen, aber.. haben wir nicht gemacht)
  2. Leberkäse in der Pfanne anbraten
  3. Eisbergsalat, Tomate, Gurke und Rukola waschen und kleinschneiden. Da zwei bei uns keine Gurke essen gabs zwei Varianten, eine mit Gurke, eine ohne. Käse kleinschneiden und über den Salat streuen. Salatkrönung nach Anleitung zubereiten und über den Salat giessen
Als Nachtisch gabs Jordbaergrød und Aprikosgrød.

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Verena Diehm/Segelcrew Ostsee
Last modified: Sun Jun 8 18:06:42 CEST 2003