Ostsee Fruehjahr 2003

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Tag 7 - 05.06.2003

Es gab zum Frühstück relativ wenig Brötchen, pro Person nur eins, aber genug Brot und restliches Zeugs. Nach dem Frühstück wurde noch schnell geduscht, aber irgendwie waren die 3 Duschminuten heute recht kurz. Schliesslich waren alle Vorbereitungen zum Auslaufen getroffen, nachdem man sich durch die ganzen Mückenwolken gekämpft hatte, von denen am Vorabend einige recht agressiv die Mannschaft befallen hatten.

Den Ableger wollte irgendwie keiner fahren, deswegen opferte sich Verena. Es wurde eine Bodenprobe genommen, das Boot setzte bei 1,20m in der Hafenausfahrt kurzzeitig sanft auf. Da der Boden aber nur aus Sand bestand, war dies nicht weiter tragisch und es konnte vorsichtig weiter gefahren werden. Nach dem Heissen der Segel stellte sich herraus, daß kaum Wind vorhanden war. Verena wurde nölig und rief dreimal nach Mandy, die vorher versprochen hatte, bei wenig Wind zu steuern. Nun musste diese aber noch schnell einen Pulli anziehen, da es am Steuer doch etwas zugig ist. Dann erlöste sie Verena. Nun zeigte sich, das Mandy eine Windzauberin ist, weil sie aus kaum Wind genug Wind machte und nach Erreichen der magischen 5 Knoten Grenze das Steuer an Andi weiter gab.

Mandy und Astrid

Olli machte Navi, Verena schrieb etwas Bericht und legte sich dann schlafen und Thomas spielte Ausguck. Wir näherten uns einer Regen und Sturmwand, was zum Anlegen von wetterfester Kleidung führte. Der Wind nahm ziemlich plötzlich stark zu, weswegen die Lifebelts dringend nötig waren. Die über 8 Knoten brachten uns schnell vorran und eine Krängung von 30 Grad sorgte für Entzücken bei der ganzen Crew. Besonders entzückt war Mandy, die dank dieser Krängung und einem Abtauchmanöver von Thomas erstmal eine erfrischende Ostseewasserdusche nahm.

Verena nahm eine Nase frische Luft und verschwand eigentlich sofort wieder unter Deck. Andi fand extremen Gefallen an der Krängung und zog die Reeling mehr als einmal durchs Wasser (Kleine Anmerkung am Rande, eigentlich ist dies zusätzliche Sherrys nach dem Anlieger wert, Andi zeigte jedoch Schwäche und trank nur zwei von eigentlich mindestens 4 Stück).

Bei einem unglücklichen Versuch sich von Lee nach Luv umzusetzen, kugelte sich Annette den linken Arm aus. Olli und Thomas kümmerten sich hingebungsvoll um die Arme bis der Schmerz langsam nachlies. Sie war für den Rest des Tages nicht mehr Einsatzbereit. Verena sollte als Verstärkung wieder an Deck kommen, krabbelte jedoch wie der Tod auf Latschen an Deck und wollte nur noch in den Heckkorb und war kaum ansprechbar. Zum Glück waren wir schon kurz vor Sønderborg, so dass kaum noch grosse Segelmanöver gefahren werden mussten. Es wurde alles für die Hafeneinfahrt vorbereitet und die Positionen für die verbleibenden Crewmitglieder eingeteilt.

Thomas und Olli verschwanden in den Bugkorb, Mandy bekam die backbord Leine und Astrid unterstützte Andi beim Ansteuern und übernahm die steuerbord Leine. Da immer noch recht heftiger Wind herrschte waren diese Bedinungen alles andere als ideal. Zum Glück wurde schnell nach Einfahrt in den Hafen eine Box gesichtet in die unser Schiff passen würde. Mandy und Astrid verschwanden Richtung Wanten, um die Achterleinen um die Dalben zu werfen. Es klappte bei beiden Mädchen prima, nur kam Mandy dann nicht schnell genug wieder ans Heck. Verena, trotz Gummiknien, sprang auf und hechtete an die Leine und bewahrte Mandy und die Leine vor einem unangenehmen Bad in dem Hafenbecken. Gemeinsam schafften sie es die Leine irgendwie zu halten. Währenddessen sprangen Olli und Thomas todesmutig an Land und belegten die Dalben. Nach einigem Gezirkel konnte das Schiff fest vertäut werden.

Andis Methode das Deck zu putzen

Annette und Verena kletterten mehr schlecht als recht und mit gegenseitigem Unterstützen und der Hilfe des Gentleman Thomas von Bord und verschwanden Richtung Hafenmeister und Toiletten. Der Hafenmeister war natürlich nicht mehr da, es war halb neun. Ein Blick in die Dusche zeigte die unkomfortabelsten Duschen des kompletten Törns, es gab eine dreier Gemeinschaftsdusche und eine Einzeldusche. Kein Vergleich zu sonst. Auf dem Rückweg schafften Annette und Verena sogar wieder ein Lächeln, auch wenn die Schulter noch wehtat, die Knie noch weich waren und der Magen noch rumorte. Nun gab es erstmal Tee für alleund den obligatorischen Anlieger. Verena wollte/sollte keinen, Andi nahm nur zwei von den eigentlich mehr Anliegern.

Zum Abendessenzubreiten wurden Olli und Mandy eingespannt, Olli machte Paprika klein, Mandy schälte Kartoffeln und schnitt diese in kleine Stücke. Es sollte eine Art Chilli con Carne und Bratkartoffeln geben. So was ähnliches wurde dann auch gekocht, auch wenn die Köchin mit ihrem Ergebnis frei Schnauze nicht wirklich glücklich war. Nach dem Essen gab es noch einige Diskussion mit Verena, die eigentlich wollte, das aufgegessen wird und dann erst den Nachtisch rausrücken wollte, schliesslich aber mit etwas maulen nachgab, vorher aber die Spülcrew eingeteilt wissen wollte.

Während dem Spülen verschwanden Verena und Annette kurz zum Zähneputzen und krabbelten als bald in ihre Koje. Mandy und Thomas, die heutige Spülcrew, beendeten ihren doch recht umfangreichen Job und beschlossen dann, auch Zähne putzen und duschen zu gehen. Olli wollte noch kurz Nachrichten am Rechner nachlesen. Auf dem Rückweg vom Duschen unterhielten sich Mandy und Thomas so angeregt über Kinofilme, dass sie in den falschen Steg einbogen, was sie am Ende des selben überrascht feststellten. Sie dachten, sie wären unbeobachtet gewesen, aber Olli stand in seiner Telefonecke und bestaunte den zeitlichen Rahmen des Ausflugs auf Steg E. Man könnte noch erwähnen, dass wir extra, um solche Sachen zu vermeiden, das Deckslicht angeschaltet hatten, was zufälligerweise das hellste Licht im ganzen Hafen war.

Endlich auf dem Schiff zurück angekommen wurden die Schlafsäcke besetzt und ins Traumland gesegelt. Im Gegensatz zur Nacht davor war es dieses Mal relativ kühl, weswegen auch kaum Luken geöffnt waren.

Chilli con Carne und mehr oder weniger Bratkartoffeln

Chilli con Carne und mehr oder weniger Bratkartoffeln
  • Hackfleisch
  • Paprika
  • Kidney-Bohnen
  • Mais
  • Tomatenpüree
  • Brühe
  • Pfeffer, Salz, Kräuterlinge zum Streuen
  • Kartoffeln
  • Kräuter
  1. Hackfleisch im Topf anbraten.
  2. Paprika kleinschneiden und zusammen mit dem Mais, den Kidney-Bohnen und dem Tomatenpüree in den Topf geben. Mit Pfeffer, Salz, Brühe und Kräuterlingen abschmecken
  3. Kartoffeln in der Pfanne erhitzen und leicht anbräunen. Mit Kräutern bestreuen.

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Verena Diehm/Segelcrew Ostsee
Last modified: Sun Jun 8 18:02:35 CEST 2003