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Tag 4 - 01.06.2004Fahrt über den Kleinen Belt
Nach dem gestrigen Tag brannten wir heute regelrecht darauf, auch trotz des starken Windes endlich wieder in See stechen zu können. Nach Frühstück und Wetter und einer kleinen Vorbesprechung machten wir uns auf, im geschützten Bereich vor Höruphav Manövertraining zu machen. Außer der Wiederholung von Wende und Beilieger war diesmal als zusätzliches Manöver die Halse dran. Damit hatten wir dann das wichtigste Handwerkszeug beisammen, den Sprung über den Belt zu wagen. Nachdem wir aus der Wellenabdeckung raussegelten und Kurs auf Kalkgrund hatten bekamen wir schon einen kleinen Vorgeschmack der Wellen auf dem Belt - es war allerdings weniger schlimm, als wir erwartet hatten. So kreuzten wir in der Flensburger Förde in Richtung Osten auf und waren uns dann beim Übergang in den Belt auch einig, daß wir nun auch bestimmt die Überfahrt nach Söby wagen wollte - und das obwohl einigen aufgrund des Wellenganges von etwa 0,5 bis 1 Meter schon zu diesem Zeitpunkt nicht mehr so richtig gut ging.
Astrid machte Navi, Annette verzog sich in eine der Achterkojen, Andy war müde und verzog sich in die andere. Thomas setzte sich in das Lee-Eckchen des Heckkorbs und frönte ausgiebig seinem neuen Hobby: Neptun Opfer bringen. Klaus, Verena und Olli segelten die Anemos II den größten Teil über den Belt, bis Verena sich im Salon schlafen legte und dafür Andy von Olli das Ruder übernahm bis zum Einlaufen im Zielhafen. Das Bergen des Großsegels geriet zur Achterbahnfahrt, stand doch noch immer eine starke Welle vor Söby. Auch das Klarmachen der Vorleinen war von Spaß geprägt bei der Ausnutzung einer vollen 3-Meter-Amplitude am Bugkorb. Klaus und Olli genossen den Spaß sichtlich. Nach dem Einlaufen und Aufklarieren der Anemos II trennte sich die Gruppe in die, die jetzt erstmal den Hot Dog Stand überfallen wollten und die, für die an Essen noch nicht zu denken war. Nachdem etwas Ruhe eingekehrt war, begannen Verena und Thomas mit dem Vorbereiten des Essens für den Abend, schließlich war heute Kassler angesagt. Nach diesem anstrengenden Tag war mit keinem mehr so richtig etwas anzufangen und so war nach dem Abendessen nur noch der Weg ins Bett angesagt. ob
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