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Tag 2 - 15.05.2004
Burgtiefe -Landtag-
Schon im Laufe der Nacht hatte der Wind deutlich aufgefrischt, was am Konzert
in den Wanten und Stagen deutlich zu hören war. Ein Blick auf die
Windlupe offenbarte bereits im Hafen Windgeschwindigkeiten um die 30 Knoten.
In Anbetracht, dass wir uns vorgenommen hatten heute bis nach Korsör zu
segeln, spielten einige Crewmitglieder schon mit dem Gedanken auf
das Frühstück zu verzichten.
Die Tatsache, dass unsere Stegnachbarn, die bereits in aller Herrgottsfrühe
ausgelaufen waren, in den Hafen zurückkehrten und auch der Funkverkehr
auf dem UKW-Kanal 16 beständig zunahm, veranlasste Sofian und mich
das Auslaufen auf die Mittagsstunden zu verschieben. Der Wetterbericht
prophezeite die Spitzenwindgeschwindigkeiten für die Mittagsstunden
bzw. die frühen Nachmittagsstunden.
Animiert durch diese Aussicht wurden die Frühstückstische reichhaltig
gedeckt und ausgiebigst gefrühstückt.
Die Zeit bis zum Zeitpunkt X vertrieben wir uns mit einarbeiten in die
Navigeräte (GPS und Radar) und mit praktischen Leinenwurfübungen am Steg.
Bis zu den Mittagsstunden nahm der Wind noch etwas zu, allerdings
war im Wetterbericht nicht mehr die Rede von einem Abflauen im Laufe
des Mittag / Nachmittag. Noch in der Nacht wurden Böen der Stärke 9
erwartet.
Für Sofian und mich stand damit fest, dass wir heute nicht mehr auslaufen.
Anstelle des Segelns trat jetzt das Alternativprogram, welches einen
Landausflug nach Burg vorsah.
In Burg spaltete sich die Crew auf. Einige steuerten eine Teestube an, der
Rest blieb am Markplatz hängen und fröhnte einem eigentlich für die
Kieler Woche typischen Essen "Backfisch mit Remoulade".
Doch schon kurz nach diesem Imbiss machten sich einzelne Gruppen auf den Weg, um die "Innenstadt"
von Burg (Hat Burg auf Fehmarn eigentlich Stadtrechte??) zu erkunden.>br>
2 Leute machten sich auf den Weg, um die heimische Wirtschaft zu stützen, der Rest diskutierte
noch bei erfrischenden Kaltgetränken über wichtige Themen des Lebens. Unter anderem regten die
um den Marktplatz herum postierten Stände mit Spargel zu einer Diskussion über die Gestaltung
des Abendessens an. Es ist wohl unschwer zu erraten, dass am Ende pro Schiff ca. 4,5 kg Spargel
nebst Zubehör (Kartoffeln, Sauce Hollandaise, Schinken und Spargelschäler) gebunkert wurden.
 
Zurück auf den Booten begann das kurzweilige Spargelschälen und Kartoffelputzen, welches dank
ausreichend (Wo)menpower in weniger als 20 Minuten erledigt war.
Den ungeplanten Abend in einem Hafen nutzten einige Leute, um den deutsche Teilnehmer am European
Song Contest lautstark zu unterstützen. Dazu hatten sie die Wirtin einer der Hafenbars davon
überzeugt ihnen den Fernsher anzuschalten udn noch viel weitreichender ihnen die Fernbedienung
auszuhändigen..
Diese Art des Kulturprogramms fand nicht jedermanns Zustimmung und so versammlten sich die
Kulturbanausen zu einer Runde Skat an Bord.
mh
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