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Tag 4 - 17.05.2004Spodsbjerg - Korsoer
Am Morgen um kurz vor 06:00 Uhr war die Welt noch in Ordnung und vor den Duschen hatten sich noch keine Schlangen gebildet. Aber mit jeder Segelerin, mit jedem Segeler, der den Weg aus seiner Koje fand wuchs die Schlange vor den Duschen stetig an. Dirk schoss den Vogel in Sachen Wartezeit ab. Wohl aus einer Vorahnung heraus und nach einem Blick auf die Warteschlange bewaffnete er sich mit einer Tasse Kaffee und einem Nutellabrötchen. Nach 40 (in Worten vierzig) Minuten ist es ihm dann gelungen eine freie Dusche zu ergattern.
Beim Auslaufen ließ der Wind auch noch auf sich warten, vermutlich stand er auch noch
irgendwo in der Schlange vor den Duschen. So fiel es uns nicht schwer Motormanöver auf den
Plan zu schreiben. So nutzen wir den Platz vor der Hafeneinfahrt wieder um unsere Kreise
zu drehen.
So langsam hatten wir genug von dem Motorengeräusch und bereiteten schon
das Segelsetzen vor, als uns wie ein Wink des Schicksal unser Schwersterschiff ins
Blickfeld geriet. Es war schnell klar, das heute der richtige Tag war, um die
Aqua-Sling, die Higgi mir noch kurz vor
unserem Törn geliehen hat einzusetzen.
Im Laufe des Tages ließ der Wind immer mehr nach und die Temperaturen nahmen karibische Werte an.
Dies nahmen diejenigen, die es bis dahin noch in der Segelkombi ausgehalten hatten zum Anlass,
ihre Kleidung anzupassen. Auf der Estima wurde der Kühleffekt noch durch den Genuss von
karibischen Erfrischungsgetränken unterstützt. Vor der Entspannungsphase kam noch das Deckschrubben, denn das hatte in der Zwischenzeit schon sehr gelitten. Merkwürdig war nur, dass uns die Crew der Estima schon mit dem Schlauch an Steg erwartete. Sofian versuchte parallel dazu, mich davon zu überzeugen, dass wir eine Schramme im Bugbereich hätten, die ich mir unbedingt jetzt und sofort ansehen müsste...... Es gelang uns jedenfalls nicht, sie davon zu überzeugen, dass sie doch gleich unser Deck putzen könntenund so blieb diese Arbeit an uns "hängen". Noch lange wurde über den Tag und den weiteren Törnverlauf diskutiert, aber nach und nach verschwanden die Leute in ihren Kojen und nur vereinzelte Gestalten trabten noch in Richtung Waschgelegenheit, um dem morgendlichen Stau zu entgehen. Kojen. mh |
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