SKS 2004

  Bilder des Tages
Home
14.05.2004
15.05.2004
16.05.2004
17.05.2004
18.05.2004
19.05.2004
20.05.2004
21.05.2004

Tag 6 - 19.05.2004

Spodsbjerg -Manövertraining-

Da heute keine Armada von Charterschiffen im Hafen lag gestaltete sich das Duschen deutlich entspannter. Wartezeiten von 20 Minuten und mehr wurden nicht berichtet. Vielleicht lag es auch daran, dass es jede/r Wartende es durchaus schwer hatte die Position vor den Duschen zu behalten. So wie der Wetterbericht es vorhergesagt hatte, hatte der Wind noch zugelegt und fegte mit Windstärke 8 um die Häuserecken.
Auch beim Frühstück war die Zurückhaltung einger bei der Nahrungsaufnahme zu verzeichnen. Die Aussicht unter diesen Verhältnissen den Abssprung nach Burgtiefe zu machen ließ ihre Mägen nicht zur Ruhe kommen. Sie dachten dabei wohl an die Wellenbewegung, die uns erwarten würde, wenn wir die Landabdeckung von Langeland verlassen würden.

Segelwechsel

Während die Crews die Schiffe seeklar machten diskutierten Sofian und ich über das weitere Vorgehen. Die Windmessanlagen unserer Schiffe zeigten bereits im Hafen konstat Werte oberhalb von 30 Knoten. In Böen kratzten wir schon mal an der 40 Knotengrenze.
Wir einigten uns darauf, mit dem Schlag nach Burgtiefe noch bis zum Nachmittag oder aber den nächsten Tag zu warten. Da wir aber auf jeden Fall ein paar Manöver fahren wollten, wechselten wir auf der Dinamona auf die Sturmfock und bereiteten alles zum Auslaufen vor.

Schon beim Auslaufen merkten wir, dass die direkte Landabdeckung etliches von der Bissigkeit der Böen schluckte. Beim Segelsetzen entschieden wir uns für die Kombination aus Reff3 und Strumfock, um die Manöver vernünftig fahren zu können. Eines war sicher, eenn wir unter diesen Bedingungen alle Manöver üben, konnte uns am Freitag während der Prüfung nichts passieren. Na gut, fast nichts. Bei Flaute bzw. wenig Wind hatten wir noch nicht geübt.
Im Laufe des Manövertrainings wurde klar, dass der Wind noch ein wenig zulegte. So wurde daraus eher ein Schwerwettertraining, denn die Vorbereitung auf eine Prüfung. Als die Windgeschwindigkeit auch ausserhalb der Böen keine Anstalten mehr machte unter 40 Knoten zu fallen, bargen wir das Groß und fuhren noch ein paar Manöver mit der Sturmfock. Spätestens jetzt war klar, dass wir den Schlag nach Burgtiefe heute nicht mehr in Angriff nehmen würden, es sei denn, der Wind würde deutlich abflauen.
Um diese Erkenntniss und ein paar Seemeilen "reicher" kehrten wir an unseren alten Liegeplatz zurück.

Grillevent

Kurz nach dem wir eingelaufen waren, kehrte auch einer der Fischer in den Hafen zurück. Dieter und ich machten uns sofort auf den Weg und konnten mit 3 Dorschen (Gesamtgewicht ca. 8 kg) zurückkehren. So konnten wir die restliche Grillkohle einer sinnvollen Verwendung zuführen.
Da niemand ein gesteigertes Interesse hegte den Rest des Tages komplett an Bord zu verbringen, vereinbarten wir eine Uhrzeit, zu der wir uns wieder treffen wollten, um zu entscheiden, ob der Wind soweit nachgelassen hat, dass es sich lohnen würde noch mal für ein Manövertraining auszulaufen. Einige Leute nutzten diese Gelegenheit, um sich mit einer Zeitung bewaffnet in ein Cafe zurück zu ziehen, andere tauschten die Bordschuhe mit den Laufschuhen und erkundeten auf diese Weise die Umgebung von Spodsbjerg.

Zum verabredeten Zeitpunkt trafen sich alle am Boot, bzw. meldeten sich per Telefon, um zu hören wie die Lage ist. Leider hatte der Wind noch nicht nachgelassen, so dass an ein Auslaufen nicht zu denken war. So war bis zum Abendessen Müßiggang angesagt.
Das Ausnehmen der Fische in der hafeneigenen "Fischküche" gestaltete sich mit den bordeigenen Messer etwas schwierig, da sie an Schärfe zu wünschen übrig ließen. Letztendlich landete aber jeder Fisch geputzt, gewürzt und in Alufolie verpackt auf dem Grill. Aus Sorge darüber, dass uns der Fisch vom Teller geweht werden könnte verlegten wir das Essen auf die Schiffe.

Absacker

Nach einem ausgiebigen Fischmahl nutzten wir die im Hafen vorhandene Abwaschküche, um die verwendeten Utensilien zu reinigen. Ein gemeinsamer Absacker der beiden Crews, den Dirks Whiskeyvorrat nicht überlebte, bildete den Abschluss des Tages.

mh

Seewetterbericht des Tages
Vorheriger Tag Nächster Tag

Martin Heine/Segelcrew SKS
Last modified: Mon May 31 CEST 2004