Home
04.06.2004
05.06.2004
06.06.2004
07.06.2004
08.06.2004
|
Tag 2 - 05.06.2004
Heiligenhafen - Marstal
Wenn man am Morgen in die Gesichter der Leute schaute, die sich im Frühstücksraum versammelten,
konnte man bei der Einen oder Anderen bzw. dem Einen oder Anderen schon die Vermutung haben, dass
sie auf dem Heimweg noch einen Abstecher in die nahegelegene Nachtbar gemacht hatten.
Während Ulf, Bernd, Wolfgang und ich zum Charterstützpunkt fuhren, fiel der Rest in ein Restaurant
auf der gegenüberliegenden Seite des Hafens ein. Am Vortag hatten wir schon mit dem Pächter geklärt,
dass der morgendliche Workshop in seinen Räumen stattfinden konnte.
Wer es an diesem Morgen "besser" getroffen hatte, wir Skipper, die wir uns durch die "Eingeweide" der
Schiffe und dem Inhalt ihrer Schapps und Backskisten wühlten. Oder die Teilnehmer des Workshops, die
von Helmut in die Geheimnisse des Teambuildings eingeweiht wurden, möchte ich hier nicht beurteilen.
Aber der Elan, mit dem sie noch beim Einräumen der Einkäufe über die von Helmut vermittelten Inhalte
diskutierten, machte deutlich, dass er es in gewohnter Manier geschafft hatte sie für das Thema zu
begeistern.
Das Verproviantieren gehörte schon zu den ersten Aufgaben, die das Team zu lösen hatte. Schon beim
Verstauen des eingekauften Proviantes war deutlich zu erkennen, dass die einzelnen Teams unterschiedliche
Schwerpunkte gesetzt hatten. Hier und da gaben die Skipper noch einen Hinweis, den Proviant noch etwas zu
vervollständigen, aber Hunger würde niemand in den nächsten Tagen leiden müssen.
Als sich der gröbste Staub gelegt hatte machten wir uns daran die Leute in die Schiffe einzuweisen.
Für die Sicherheiteinweisung und zur Demonstration des Gebrauchs der Schwimmwesten versammelten wir
sie auf 2 Schiffen. Demonstration, wie eine Schwimmweste anzulegen und wie die Lifeline zu benutzen ist
sorgte für die erste Erheiterung des Tages.
Der Gebrauch der Bordtoiletten und die Handhabung der Seeventile wurde dann auf den jeweiligen Booten
demonstriert, bevor es dann zum ersten Mal hieß "Leinen los!".
Für die meisten an Bord der Schiffe war es der erste Segeltörn, entsprechend gespannt waren sie auf das,
was sie erwartete.
An Bord Gina stellte sich schon kurz hinter der Hafenausfahrt die ersten Zweifel ein, denn eines der
Seeventile leckte im geschlossenen Zustand minimal. Nach kurzer Analyse kamen wir überein das Ventil für den
Rest des Tages geöffnet zu lassen und in regelmäßigen Abständen kontrollieren.
Nach dem sich die Bordroutine eingestellt hatte, die Aufgaben des Rudergängers und des Navigators verteilt
waren setzte Helmut seinen Workshop bei uns an Bord fort. Während der Segelmanöver und in den ersten Stunden
des Bordlebens kristallisierten sich die von ihm in der Theorie vorgestellten Sachverhalte langsam heraus.
Wie bereits im Vorjahr würde Helmut jeden Tag auf einem anderen Schiff als Coach mitsegeln, um die
Teilnehmer bei ihrem Teambuilding zu unterstützen und jedem die Möglichkeit zu geben, die Fragen aus
den Workshops zu klären.
Leider verließ uns auf dem Weg nach Marstal der Wind, weshalb wir für die letzten Meilen die Manschine zur
Hilfe nehmen mussten. Ulf und ich hatten bereits alle Leinen festgemacht, als sich der Mast der Sunny in der
Hafeneinfahrt zeigte. Bernd und Wolf hatten mehr Geduld als wir bewiesen und mit ihrer Crew ein
Manövertraining gefahren. Uns beiden kam dies sehr zu gute, konnten wir auf diese Weise doch unsere neuen
Spielzeuge die Aqua-Slings zum Einsatz bringen. Sehr zur Gaudi aller
Anwesenden fand das eine oder andere Geschoss seinen Weg ins Ziel.
Bei einem Anlegerschluck wurden die Ereignisse des Tages diskutiert, bevor sich einzelne Gruppen zur
Ortserkundung auf den Weg machten bzw. die Boote enterten und in den Salons weiter diskutierten.
mh
|