05.09.00
Glenville - Skowhegan - Mount Washington - North Conway

Nach unserem Ausflug ins Nowhere hatten wir heute unsere Rückkehr in die Zivilisation geplant. Unser Weg führte uns über mehrere Kleine Straßen nach Skowhegan einer Stadt, die vor langer Zeit einmal eine entscheidende Rolle im Lachsfang der Indianer gespielt hat. Eine übergroße Statue, die daran erinnern soll, konnten wir leider nicht finden, dafür fanden wir so etwas wie eine Touristinformation. Dort deckten wir uns mit Unmengen von Papier ein. So konnten wir die Planungen für unsere weitere Route, die wir bisher anhand von Angaben aus dem Reiseführer gemacht hatten, konkretisieren.

Unser Ziel war der Mount Washington, der höchste Berg an der Ostküste. Wir hatten die Wahl zwischen 2 Varianten den Berg zu "bezwingen". Zum einen gibt es eine Straße die zur Spitze führt und zum Anderen die älteste Zahnradbahn der Welt. Unsere Wahl stand fest, wir wollten die 3-stündige Fahrt mit der Bahn absolvieren. Wir ließen die Ausfahrt zur Mount Washington Road rechts liegen und fuhren zur Talstation der Bahn. Schon auf der Zufahrtsstraße konnten wir die Abfahrt des talwärts fahrenden Zuges anhand der Rauchfahne verfolgen. Kurze Zeit später sahen wir auch die Rauchfahne des bergwärtsfahrenden Zuges. An der Bahnstation packten wir unsere Rucksäcke mit dem Nötigsten (Wasser, Brot, Wurst, Käse...) um die lange Reise zu überstehen. Als erstes stolperten wir über ein Schild, welches uns mitteleilte "No backpacks allowed". Am Ticketschalter gab es den nächsten Tiefschlag. Die Hin- und Rückfahrt kostet pro Person 44,- US-Dollar. Nach einer Schrecksekunde entschieden wir uns gegen die Fahrt und warteten die Ankunft der Bahn ab.

Schneller als wir dachten fanden wir uns an der Einfahrt zur Mount Washingtin Road wieder. Nach dem wir die Straßenbenutzungsgebühr bezahlt hatten, bekamen wir einen Umschlag mit Fahranweisungen und einem Aufkleber, sowie einem Zertifikat. Außerdem bekamen wir noch eine Cassette mit auf den Weg, die uns während unseres "Aufstiegs" die Geschichte erläuterte. So gerüstet machten wir uns auf den Weg. Meile für Meile näherten wir uns dem Gipfel und genossen dabei die sich verändernde Aussicht. Auf dem Parkplatz angekommen, stellten wir fest, daß unser Mietwagen die Fahrt anscheinend nicht so gut verdaut hatte. Obwohl die Temperaturanzeige sich noch im grünen Bereich befand zeigten sich weiße Wasserwolken aus dem Motorraum. Wir ließen den Motor noch eine weile laufen bevor wir uns an die Erkundung des Gipfels machten.

Die Temperaturen lagen deutlich unter denen, die wir erwartet hatten, aber mit Hilfe unserer Segeljacken, waren die Bedingungen durchaus eine zeitlang zu ertragen. Im Informationszentrum konnten wir uns anhand von Bildern über die Entwicklung auf dem Gipfel informieren. Anschließend bewunderten wir Abfahrt der letzten Zahnradbahn für diesen Tag, bevor wir das Gipfelkreuz erstürmten. Lange hielten wir es dort nicht aus, wurden wir dort vom Wind fast davongeweht. Nach einer Inspektion der weiteren Gebäude auf dem Gipfel kehrten wir zu unserem Wagen zurück, um uns an den Abstieg zu machen. Auf der Hälfte der Strecke suchten wir uns einen Parkplatz mit einer guten Aussicht und legten eine Pause für eine Brotzeit ein. Sehr zu unserer Verwunderung überstand der Mietwagen die Abfahrt ohne Blessuren. In North Conway fanden wir ein Motel, welches Zimmer zu einem moderaten Preis vermietet. Bevor wir uns den Annehmlickeiten des Motels widmeten (Pool, Whirlpool und Sauna) liefen wir noch zur Bahnstation der Conway Scienic Railroad, mit der wir für den nächsten Tag eine Fahrt eingeplant haben.


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