20.08.00
Robinhood Marine Center

Die Zeitverschiebung steckte uns noch deutlich in den Knochen und so waren wir gegen 6:00 Uhr hell wach. Wir ist dabei so zu verstehen, daß Martin hell wach war und mir nichts weiter übrig blieb, als auch hell wach zu sein.

Der erste Blick über die Marina ließ alles in einem fiel freundlicheren Licht erscheinen, als der gestrige Abend. Ein ähnliches Bild wie in den schwedischen Schären lag vor uns. Nachdem Frühstück halfen wir Uwe und Astrid bei ihren Vorbereitungen. Micha, Uwe und ich gingen daran die Segellast aufzuräumen. Dabei mußten wir feststellen, daß zwei Segel dringend in die Hände eines Segelmachers gehörten. Bei der Genoa 3 waren sämtliche Latten gebrochen, bei der 4 waren im verstärkten Bereich des Halses bereits einige Lagen durchgescheuert. Winfried hatte bei der Inspektion des Getriebeöls festgestellt, daß dieses auch eines Wechsels bedurfte. So stand das Programm für den Montagvormittag fest. als die Segellast aufgräumt war, war es bereits 11:00 Uhr. Eigentlich sollten wir um diese Zeit bereits eine Information über den Verbleib unseres Gepäcks erhalten haben. Zum Glück war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen, wieviel Zeit wir noch in der Telefonzelle verbringen sollten, bis wir über den Verbleib unserer Sachen Bescheid wußten. Unser erster Anruf endete mit der wenig erfreulichen Nachricht, daß man die Taschen noch nicht gefunden hätte. Etwas frustriert machten wir uns an die Arbeit. Während Winfried mich mitnahm, um die Handtücher und Bettwäsche von der Wäscherei abzuholen, stellten Astrid, Uwe und Micha weiter das Schiff auf den Kopf. Klaus, einer unserer Mitsegler, gesellte sich im Laufe des Vormittags zu uns.

Ein Lunch im Restaurant der Marina unterbrach die Arbeiten nur kurzzeitig. Winfried startet am frühen Nachmittag einen neuen Versuch einen Flug nach Deutschland zu erwischen. Winfried war noch gar nicht lange weg, als Raimund und Mark die noch fehlenden 2 Mitsegler eintrudelten. Sie beehrten uns nur kurz mit ihrer Anwesenheit, mußten sie doch noch ihren Mietwagen in Portland abgeben und die Rückreise antreten. Zwischenzeitliche Fahndungsanfragen bezüglich unseres Gepäcks verliefen im Sande.

Astrid, Klaus und Micha nutzten die Zeit um den nächsten Supermarkt zu plündern, wohl gmerkt am Sonntag gegen 18:00 Uhr! Erst trafen Mark und Raimund, dann der Einkaufstrupp wieder am Schiff ein und nach den Anwiesungen von Astrid begann das Verstauen.

Hamburger zum Abendessen stimmten uns auf das Urlaubsland ein. Weniger urlaubsmäßig klang Uwes Ankündigung uns am nächsten Morgen spätestens um 7:30 Uhr zu wecken. Doch wir wollten nach Möglichkeit am Montag auslaufen und galt es noch einiges zu erledigen. Micha und ich hegten mittlerweile Zweifel daran, daß wir unser Gepäck bis dahin haben würden. Um den Vorgang zu beschleunigen bewaffneten wir uns mit dem Laptop und wollten im Internet die Gepäckverfolgung von Northwest testen. Dabei tat sich unser nächstes Problem auf, die PIN, die Micha von AOL erhalten hat, war ungültig. Immerhin erhielten wir die Auskunft, daß unsere Sachen mittlerweile in Boston eingetroffen sind und sie am nächsten Morgen mit der ersten Maschine nach Portland kommen sollten. Mehr oder minder zufrieden begaben wir uns an Bord, wo nach und nach Ruhe einkehrte.


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