07.09.00
Burlington - Shelburn Farm - Lebanon (Wilder)

Nach einem ausgiebigen Continental Breakfast machten wir uns auf den Weg Burlington zu erkunden. Unsere erste Anlufstelle war das Touristenbüro. Außer einer sehr bildlichen Beschreibung, wo wir das Büro des AAA finden können erhielten wir keine Informationen, die wir nicht schon im Reiseführer gefunden hatten. Micha entdeckte noch einen Prospekt eines Bootsvermieters, bei dem wir arg ins Überlegen kamen, ob wir uns nicht ein Boot ausleihen sollten, um den Lake Champlain auch vom Wasser aus zu erkunden. Nach einem Bummel durch die Church Street, die Fußgängerzone und gleichzeitig Altstadt ist dehnten wir unsere Erkundung zur Waterfront aus. Leider hatte der Bootsverleiher geschlossen, was uns eine Entscheidung abnahm. Also steuerten wir die Shelburn Farm, die wir noch besichtigen wollten.

Um uns der Funktion unserer Beine im eigentlichen Sinn zu versichern und nicht nur zum Bremsen und Gasgeben, ließen wir das Auto auf dem Parkplatz vor dem Farmgelände stehen. Ausgerüstet mit Rucksack, Kamera und Wasserflasche machten wir uns auf den Farm-Trail. Als erstes besichtigten wir das Hauptgebäude mit der Bäckerei und der Käserei. Bei unserem weiteren Weg über das Farmgelände konnten wir an mehreren Punkten den Blick über den Lake Champlain genießen. Bei einer Rast am Seeufer holten wir wieder den Prospekt des Bootsverleihers hervor und mußten ernüchtert feststellen, daß selbst die Charter eines 21 ft- Segelbootes unsere Reiskasse bei weitem sprengen würde. Also machten wir uns auf den Rückweg, um am Parkplatz den auf der Farm hergestellten Cheddarkäse zu verkosten, bevor wir unsere Reise über die Insel des Lake Champlain zur Statue des Samuel Champlain fortsetzten. Unglücklicherweise deckten sich die Kartenangaben nicht mit den örtlichen gegebenheiten, so daß wir uns wieder auf den Weg zur Küste machten, ohne besagte Statue gesehen zu haben.

Unser Nachtlager wollten wir in der Nähe von Lebanon aufschlagen. Auf gut ausgebauten Interstates erreichten wir unser Ziel. Im ersten Motel wo wir nach einem Zimmer fragten, mußten wir von der älteren Dame hinter dem Tresen erfahren, daß wir wohl kein Zimmer unter 90,- Dollar plus Tax bekommen würden. Sie rief für uns noch bei einigen Motels an, jedoch ohne Erfolg. Wir müssen wohl ziemlich enttäscht ausgesehen haben, jedenfalls erzählte sie uns, sie hätte nicht weit entfernt eine Wohnung, die sie von Zeit zu Zeit vermieten würde und die wir haben könnten, wenn wir wollten. Ihre Wegbeschreibung leitete sie mit den Worten ein: " I never use maps, I always use pictures to describe!" Die nun folgende Wegbeschreibung hier wiederzugeben, würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen und trotzdem unvollständig sein. Eine halbe Stunde später waren wir im wahrsten Sinne des Wortes über den Weg im Bilde, mit einer detailierten Wegbeschreibung und einer free-call-number (falls wir uns verfahren sollten) ausgerüstet. Nun sollte es noch 10 Minuten dauern, bevor wir uns auf den Weg machen konnten, denn Pat (so heißt die Dame) hatte sowohl den Schlüssel von ihren Haus am Mascoma Lake, als auch den der beschriebenen Wohnung in der Tasche und brauchte einen Moment, bis sie den richtigen herausgefunden hatte. Zur Sicherheit teilte sie uns mit, daß sie einen Schlüssel unter der Fußmatte liegen hat. Sie verabschiedete uns mit den Worten: "If you are hungry have a look into the refrigerator and help your self."

Ohne uns zu verfahren fanden wir den Weg zu der beschriebenen Wohnung. Wir betraten eine komplett ausgtestattete 2 Zimmerwohnung, bei der wir uns bis jetzt nicht sicher sind, ob es ihre eigene war oder nur eine zum zeitweisen vermieten. Aus unseren Vorräten "bastelten" wir uns ein opulentes Abendessen, bevor wir angesichts der vorgerückten Stunde recht bald ins Bett gingen.


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