11.09.00
Yarmouth - Provincetown - Plymouth
Ein Teil des Morgens verbrachten wir damit, die noch fehlenden Tagesberichte mit Bildern zu versehen. Trotzdem vergaßen wir nicht, uns mit einem Frühstück für den bevorstehenden Tag zu stärken. Wir entschieden uns dafür der State Route 28 nicht länger zu folgen, sondern den Highway No. 6 aufzusuchen und ohne Halt bis zum Cape Cod Lighthouse zu fahren. Wir legten aber doch noch einen Stop beim Tourist Information Center ein, um uns eine Detailkarte des nördlichen Teils von Cape Cod zu besorgen.
Das Cape Cod Lighthouse hat das gleiche Schiksal erfahren, wie der Kaisersaal in Berlin, es
wurde um einige Meter versetzt. Hier war es jedoch keiner Baustelle im Weg, sondern stand durch
Auswaschungen der Küste zu dicht an der Abbruchkante und war vom Absturz bedroht. Gleich
neben dem Leuchtturm hat man so etwas wie ein Heimatmuseum für Truro und Nort Truro
eingerichtet. Anhand von Fotoserien ist die Geschichte mehrerer Familien dargestellt. Ein anderer
Raum stellt die Geschichte des Walfangs in dieser Gegend dar. Untergebracht ist das Ganze in einem
ehemaligen Hotel von 1903. Einige der Räume im Obergeschoß wurden der Zeit entsprechend
eingerichtet. Wir fuhren die US-State Route 6 weiter gen Norden nachh Provincetown. Der dortige
Strand entsprach schon mehr unseren Vorstellungen, die wir nach Einsicht der Reiseführer von
einem Strand auf Cape Cod hatten. Provincetown selber besteht überwiegend aus Motels oder
Souveniershops, weshalb wir auf einen Halt verzichteten. Unser nächster Wegepunkt war der
Marconi-Area, wo die erste Überseetelegraphenstation gestanden hat. Auch hier hat wieder
das Meer zugeschlagen und ein Großteil der Anlage weggewaschen. Nur einige Reste der Fundamente
für die Antennenmasten sind noch zu sehen. Bei einem Picknick am Strand rüsteten wir
uns für die weitere Fahrt nach Plymouth. Kurz vor Plymouth begannen wir mit der Motelsuche,
wurden aber erst in Plymouth selber fündig, wobei wir lernten, daß hier die off-season
erst nach Thanksgiving beginnt....