12.09.00
Plymouth - Boston - Malden

Unseren Ausflug in die Vergangenheit der USA begannen wir mit einem Besuch der Mayflower II, einem originalgetreuen Nachbau der Mayflower, mit der die Pilgrim Fahters 1620 nach Amerika kamen. Die Mayflower war eigentlich für den Transport von Waren ausgelegt, so daß der Komfort der Aussiedler, die den größten Teil der Reise unter Deck verbringen mußten, sehr zu wünschen übrig ließ. Aber auch der Wohnkomfort der Crew war nicht wesentlich besser. Allein der Kapitän und der Navigator genossen etwas mehr Raum. Die Navigatoren der damaligen Zeit mußten auf jeden Fall seefest sein, denn sie waren am höchsten Punkt des Achterkastell untergebracht.

Auf einem Rundgang besichtigten wir die sehenswertesten Punkte in der Geschichte von Plymouth, bevor wir zur Plymouth Plantation fuhren. Bei der Plantation handelt es sich um ein Freilichtmuseum, in welchem die erste Ansiedlung der Pilgrims von 1620 nachgebaut wurde. Um den Besuchern die Lebensbedingungen vor Augen zu führen, schlüpfen Leute in die Rollen der Bewohner und geben Auskunft über die damaligen Lebensbedingungen. Sie leben auch die damalige Zeit vor und kochen, waschen und arbeiten wie im Jahre 1620.

In einem anderen Teil des Museums werden die Lebensbedingungen der eigentlich Einwohner dieses Landstrichs, der Indianer dargestellt. Während man sich bei der Siedlung der Pilgrims die Mühe gemacht hat, die komplette Siedlung nachzubauen, hat man bei der Siedlung der Indianer nur die Hütten einer Familie nachgebaut, die in der Nähe der Pilgrims siedelten. Aus unserer Perspektive eher eine Alibifunktion, denn eine brauchbare Vergangenheitsdarstellung. Ebenso wie die Ausstellung im Visitor-Center, in der die Lebensweisen der Indiner und der Pilgrims in einem Zeitraum von 80 Jahren parallel dargestellt werden.

Unsere Rückkehr in die Gegenwart vollzog sich spätesten an der Rezeption des Motel 6, als man uns ein Raucherzimmer für 86,- Dollar plus Tax anbot. Im Days Inn, welches wir als nächstes ansteurten hieß es nur "Wir sind ausgebucht, wie alle Motels in und um Boston!" Wir blätterten etwas ratlos in unserem Tourbook des AAA, um noch eine passende Übernachtungsm&oouml;glichkeit zu finden. In Malden einem Vorort waren wir erfolgreich, am Telefon teilte man uns mit, daß noch Zimmer zu einem Preis unter 80,- Dollar frei wären. Sofort begaben wir uns auf den Weg und machten Bekanntschaft mit der Rush-hour in Boston. Ca. eine Stunde später waren wir in Malden und es war keines der Zimmer mehr frei! Letzendlich fanden wir noch ein Zimmer für unter 90,- Dollar in einem Motel, in welches man sich auch ohne vorherige Desinfektion wagen konnte. Aufgrund der Motelpreise beschlossen wir unseren Aufenthalt auf eine Nacht zu beschränken und morgen das Umland von Boston zu verlassen. Also nutzten wir das verbliebene Tageslicht für einen ersten Auflug nach Boston. Nach einem Besuch bei der USS Constitution, einem Kriegschiff von 1789 und einer Wanderung zum Bunkerhill Monument wagten wir uns nach Boston Dowton. Als das Navigationssystem sich auf den Stadtplan von Boston aufsynchronisiert hatte, wagten wir einen Abstecher nach Beacon Hill. Auf unserem Weg zum MIT gelangten wir eher zufällig in die Newbury Street, der Szene Straße von Boston, wie anhand der Geschäfte, Cafes und Besucher zu erkennen war.

Auf dem Rückweg zum Motel wurde uns bewußt, daßt wir bisher nur gefrühstückt hatten und so machten wir noch einen Abstecher in den Food-Court der Mall von Malden.


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