13.09.00
Boston - Portsmouth

Unser Vorhaben, unser Auto am Motel stehen zu lassen und die Öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, um nach Boston zu fahren konnten wir nur teilweise realisieren. Eine Inspektion des Busfahrplans hatte ergeben, daß der Bus morgens nur alle 30 Minuten fuhr und am Abend alle Stunde. Deswegen entschieden wir uns mit dem Auto bis zur Bahnstation zu fahren und von dort mit der U-Bahn bis Boston Dowtown. Unser erster Versuch das Auto auf dem Parkplatz eines Supermarkts abzustellen wurde von einem "Aufseher" mit den Worten "It will be towed!" zu nichte gemacht. Seine Aufgabe bestand anscheinend darin, die reihen der parkenden Autos abzufahren und zu kontollieren, welches Auto wie lange auf dem Parkplatz steht. Um die zusätzliche Investition in die Abschleppgebü,hren zu umgehen, parkten wir den Wagen in einem nahen Wohngebiet und liefen ein kurzes Stück zur Bahnstation. Wir mußten noch ein paar Minuten auf den passenden Zug warten und waren ca. 15 Minuten später in Boston Dowtown.

Im Visitor Center deckten wir uns mit passable Innenstadtkarten ein, um unsere Erkundungstour zu beginnen. Nach einem Abstecher durch den Bosotn Common, der grünen Lunge der Stadt und den ehemaligen Botanischen Garten, folgten wir der Newbury Street, die wir gestern entlang gefahren waren. Doch wie bei vielen solcher Straßen gewinnen sie erst am Abend durch die Beleuchtung der Läden und das Leben in den Restaurants und Cafes. Jetzt am Tage war es eine Einkaufsstraße mit diversen geschäften für die Besitzer von Platinkreditkarten. Über den Boston Common, vorbei am bekannten "Cheers"-Pub schlenderten wir in das Viertel Beacon Hill. Vorbei an vielen geschichtsträchtigen Häusern fü,hrte unser Weg durch eines der ältesten Viertel von Boston. Am Old State House kreuzten wir den Freedom-Trail und folgten von da an der roten Linie auf Bostons Pflaster. Dieser Trail führt an allen Gebäden vorbei, die in einer Beziehung zu der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung stehen. Im North End bogen wir vom Freedom Trail ab und folgten der Waterfront. In der Nähe des Aquariums stießen wir auf das Angebot eine Hafenrundfahrt auf einem Clipper zu machen. Für uns war es eine standesgemäße Art der Hafenrundfahrt und zu gleich wohl die letzte Möglichkeit aufs Wasser zu kommen. Die Hafenrundfahrt führte durch die Einflugschneise des Flughafens. Von Zeit zu Zeit hatten wir den Eindruck, die Flugzeuge mußten einen Bogen um die Mastspitzen fliegen. Viel zu schnell vergingen die 2 Stunden. Als wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten, machten wir uns per U-Bahn auf den Weg zum Campus des MIT. Ein Rundgang über den Campus und durch das Hauptgebäde beendete unseren Stadtrundgang. Wir fanden unser Auto noch dort vor, wo wir es abgestellt hatten. Wie geplant kehrten wir Boston so schnell als möglich den Rücken, um die Übernachtungskosten zu minimieren. In der Nähe von Portsmouth fanden wir ein Motel, welches auch in unserem Couponheft verzeichnet war und eine Übernachtung zu einem akzeptablen Preis zuließ.


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